Freitag, 8. Juni 2018

Ein Traum ...

von Sylt!

Oder auch

(M)Ein Traum von Sylt!

Schaut mal ...
hier könnt ihr das Buch downloaden:


... und hier geht es zu einer Leseprobe :-)

„Und dann?“
„Was und dann?“
„Was hast Du dann gemacht? Bist Du hinter ihr hergefahren, hast Du sie nach ihrer Handynummer gefragt oder irgendetwas anderes angestellt?“
„Nein! Was soll ich hinter ihr herfahren oder andere Sachen anstellen, wenn sie zum Mitternachtsbowling zu ihrem Mann fährt?“
„Aber, Du bist doch in sie verliebt!“
„Bin ich nicht.“
„Klar bist Du!“
„Nein!“
„Und wie Du bist. Benjamin Bertram, ich kenne dich schon sehr lange und nach allem was Du erzählst, bist Du in Pia verliebt.“
„Ich werde Dir nie wieder etwas erzählen Hasi. Immer verdrehst Du alles und unterstellst mir dann auch noch, dass ich in die Frau von diesem Lackaffen Götz Falkenstein verliebt bin. Schluss jetzt, lass uns lieber auf morgen konzentrieren. Immerhin findet morgen unsere Eröffnung statt und da soll alles vernünftig ablaufen.“
„Wir haben die letzten drei Tage alles immer und immer wieder durchgespielt. Bianca und Katrin haben hier alles mit uns zusammen bis ins kleinste Detail vorbereitet, die Handwerker haben alle Arbeiten abgeschlossen und Sandra hat bei der Planung unserer Eröffnungsfeier wirklich ganze Arbeit geleistet. Ben, ich garantiere Dir, alles wird gut.“
„Dann nehme ich dich beim Wort.“
„Wollen wir ins Bett oder wollen wir auf der Terrasse im Strandkorb noch einen kühlen Drink zu uns nehmen?“
„Ich hole den Drink. Wie immer?“
„Na klar. Bacardi-Cola mit viel Eis und Zitrone.“

Als ich mit unseren Gläsern zurück zu Hasi auf die Terrasse kam, saß er bereits im Strandkorb und blickte in die Ferne.

Ich blieb stehen und sah mir unser Anwesen an.
Überall leuchteten noch Lampen in den Zimmerfenstern und sorgten für eine ganz bestimmte Art von Leben in meiner neuen Heimat. Die leise Musik aus der Küche drang bis auf die Terrasse heraus und ich sang im Unterbewusstsein das Lied „Feel“ von Robbie Williams mit.

Es war wirklich ein tolles Gefühl diesen Moment zu erleben. Ich sog jede Sekunde in mich auf und war stolz darauf, diesen Moment genießen zu dürfen.
Natürlich hatte ich noch immer etwas Angst vor der Zukunft. Angst davor, dass alle unsere jetzt leuchtenden Zimmer leer stehen würden und nicht so wie jetzt, durch unsere Freunde und Familien, von Gästen besetzt sein werden.

Aber ich verdrängte meine Ängste und schon merkte ich, wie der Stolz und die Vorfreude auf mein neues Leben wieder Besitz von mir nahmen.

Leise wiederholte ich einen Satz, den ich vor längerer Zeit einmal in einem kleinen schiefen Kaffee gelesen hatte und der mir seit dem im Gedächtnis geblieben ist. „Nur wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken!“ Ich habe schon in frühester Kindheit von meiner Oma Anna gelernt, die Schmetterlinge lachen zu hören und nun bin ich dabei, den Geschmack der Wolken zu erkunden.

Ich blickte auf unsere Gläser und erkannte, dass die Eiswürfel fast geschmolzen waren. Trotzdem konnte ich noch nicht weiter zum Strandkorb gehen. Meine Gedanken hielten mich fest, meine Füße waren wie Gewichte aus Blei und in meinem Kopf war jetzt nur Platz für einen Gedanken.
Pia! Immer wieder war sie bei mir und egal wie sehr ich auch versuchte mir einzureden, dass es keinen Sinn hatte und dass meine Gedanken nur verschwendete Gedanken waren,  blieb Pia in meinem Kopf.

Ich setzte mich nun neben Hasi in den Strandkorb, gab ihm sein Glas und sagte:
„Es stimmt. Ich bin wirklich ganz schön verliebt in Pia.“
„Ich weiß. Denk daran, alles wird gut!“, sagte Hasi und ich hoffte, er würde recht behalten.


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