Donnerstag, 24. Mai 2018

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"Vertrauen & (Bauch)Gefühl"
Was bedeutet eigentlich (das) Vertrauen?
Wikipedia besagt: "Vertrauen ist...subjektive Überzeugung von der Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen, Handlungen..."
Ich vermute, jeder von uns hat schon mal Menschen in seinem Leben vertraut, weil er von der "Richtigkeit" überzeugt war - wurdet ihr dafür belohnt oder enttäuscht? Habt ihr dabei immer auf euer Bauchgefühl gehört?
Für mich persönlich ist Vertrauen eine, nein, DIE wichtigste Grundlage für (m)ein Miteinander. Und ich denke dabei nicht nur an die Liebe/Partnerschaft - ich möchte auch meiner Familie vertrauen, meinen Freunden, meinem Job - aber vor allem, und das ist das Wichtigste: MIR SELBST! DAS ist oft gar nicht so leicht, da uns viele Enttäuschungen im Leben gelehrt haben, dass irgendwas in/mit unserem Gefühl nicht richtig gewesen ist - es ist, meiner Meinung nach, die Folge davon, dass wir EINFACH NICHT mehr so auf unserem Bauch hören oder gehört haben, wie wir es eigentlich immer tun sollten.
Ich glaube, dass unser Bauch uns den Weg weist - ein Beispiel: wenn ihr mit einem unguten (Bauch)Gefühl zur Arbeit geht, weil ihr wißt, dass ein Projekt, dass ihr ins Leben gerufen habt, dem Endverbraucher mehr schaden als nützen, dafür aber der Firma einen hohen Profit bringen wird, könnt ihr sicher sein, dass euer Unterbewusstsein euch damit sagen will, dass die Entscheidung so nicht ganz richtig (für euch) sein kann - denn es "schadet" jemandem (dem Endverbraucher, der euch VERTRAUT, und deshalb aus Überzeugung das Produkt kaufen wird), auch wenn es dem anderen (dem Unternehmen - eurem "Chef") Gewinne bringt.
Man könnte daraus ableiten, dass man das Vertrauen derjenigen, die es in einen setzen, mißbraucht - und das wiederum führt zum unguten (Bauch)Gefühl. Was letztendlich jedoch für euch spräche, denn wer mißbraucht schon gern das Vertrauen anderer Menschen?!?!?! Also, ich persönlich nicht!! Und ich wage mal zu behaupten, die meisten Menschen, die ich kenne, auch nicht!!
Natürlich wird das Thema VERTRAUEN auch in der Liebe und der Freundschaft besonders groß geschrieben - zum Glück, wie ich finde, denn VERTRAUEN ist mehr als wichtig!!! Ich kann mich nicht fallen lassen oder mich öffnen, wenn ich meinem Partner nicht vertrauen kann. Ich möchte das Gefühl haben, dass er immer wie ein Fels hinter mir steht, auch, wenn es mal schwierig wird, und ich vielleicht auch mal nicht der übliche Sonnenschein, sondern die kleine Ziege und ehrlich & gerade heraus bin. Umgekehrt stehe ich natürlich auch in jeder Situation hinter ihm. Das Gleiche gilt natürlich für Freundschaften!
Nun kann ich aber Menschen auch verstehen, deren Vertrauen vielleicht das eine oder andere Mal enttäuscht wurde, und denen es nun schwer fällt, ihrem Gegenüber auf's Neue solche Gefühle entgegen zu bringen - egal, ob in einer Freundschaft oder Partnerschaft.
Aber warum fällt es uns immer wieder so schwer? Warum zweifeln wir in so vielen Situationen an uns und dem Gegenüber? Sind es die Erfahrungen? Oder die Selbstzweifel?
Ich persönlich hatte auch schon die eine oder andere Enttäuschung im Leben, mit der ich zurecht kommen musste, sogar eine Situation, in der mein Vertrauen in die Menschen arg durchgerüttelt wurde, weil meine persönlichen Grundwerte erschüttert wurden. Das sind Augenblicke, in denen man (um genauer zu sein, ich!) dachte, dass man keinem mehr vertrauen möchte - ausser sich selbst. Aber da ich IMMER ein positiver Mensch bin, kam solch eine Entscheidung nie wirklich in Frage! Man sollte AUF KEINEN FALL die SCHLECHTEN Momente im Leben gewinnen lassen, dafür gibt es viel zu viele GUTE und WUNDERVOLLE Augenblicke - die sind es wert, im Herzen behalten zu werden!!!
Das ist mir seit Anfang des Jahres erst so recht bewusst geworden, als es einen Moment gab, der meine Sichtweise zu vielen Dingen veränderte, und ganz extrem zum Thema Vertrauen - ich wurde krank...und wollte nur für mich sein...und ließ so viele angebliche "Freunde" zurück, die meiner Entscheidung für das Alleinsein nicht vertrauen wollten...
...begegnete aber GENAU IN DIESEM MOMENT einem ganz tollen Menschen...was für ein Zeitpunkt...
Der Mann war großartig, hat alles getan, um mich zu erobern und mein Herz für sich zu gewinnen - er hatte sich verliebt. Er versuchte ein paar Monate lang, mich mit in sein Leben einzubinden, was aus unterschiedlichen Gründen nicht immer leicht war, denn er wohnte weiter weg. Wir haben so einiges versucht. Aber es gab zu viele Momente, in denen ich spürte, dass es etwas gab, was er mir nicht sagte. Vielleicht auch nicht sagen konnte, wollte, warum auch immer. Das Handy war sein ständiger Begleiter, Nachrichten wurden heimlich gelesen, Anrufe abrupt beendet. Mich beschlich nach und nach ein ziemlich ungutes (Bauch)Gefühl.
Da es für mich nie eine Frage gewesen ist, auf "unanständige" Art und Weise herauszufinden, was Sache war - sprich, in sein Handy zu schauen, um Nachrichten zu erhaschen, die meine Vermutung bestätigen könnten etc. - beendete ich das Ganze letztendlich. Ich konnte ihm einfach nicht wirklich VERTRAUEN. Ich hatte bis zum Schluss gehofft, dass er mit mir sprechen und mir sagen würde, was los sei. Aber er hat sich dafür entschieden, weiter zu schweigen. Also bin ich gegangen. Ich hatte ihn wirklich sehr gern, und es hätte viel mehr daraus werden können, aber es war mir WICHTIG, MIR SELBST treu zu bleiben und damit meinem BAUCHGEFÜHL vertrauen zu können. Auch heute noch sucht er den Kontakt zu mir, will mich zurück, aber ich habe alle Brücken komplett abgebrochen.
Natürlich habe ich mich in der Zeit auch selbst hinterfragt - hab ich ihm nicht genug gezeigt, dass er mir vertrauen kann? War ich zu mißtrauisch, in dem ich einiges hinterfragt bzw. genauer 'erfragt' habe? Sind die Erfahrungen von früher daran "Schuld", dass man alles wissen möchte? Oder die Selbstzweifel, wie oben erwähnt? Oder vielleichft doch auch das Verhalten des anderen? Ich vermag es nicht, allgemein zu beurteilen, vermute aber, dass es ein bisschen VON ALLEM ist. Aber ich bin der Meinung, dass man immer alles ansprechen kann und sollte, das einen belastet, sonst ist eine Beziehung (aus meiner Sicht!!) nicht möglich - denn man sollte alles teilen, die guten UND auch die schlechten Momente, und ehrlich sein, damit Vertrauen entstehen und, vor allem, bleiben kann.
Bedeutet das nun in letzter Konsequenz, niemandem mehr vertrauen zu können?! Weil das Bauchgefühl vielleicht nun automatisch irgendwann streikt? 
GANZ IM GEGENTEIL, finde ich!! Die Krankheit hat mir gezeigt, was wirklich WICHTIG ist - ICH bin es (also, man selbst!), mein GEFÜHL, mein BAUCH, mein INSTINKT, mein VERTRAUEN in mich selbst und in eine Situation. Dann wird sich irgendwann auch alles andere finden! Und daran glaube ich ganz fest.
Gebt die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann der richtige Mensch in euer Leben schaffen wird, der euch zu jeder Zeit zeigt, dass ihr ihm vertrauen könnt! Keine Geheimnisse - und wenn, dann nur, um euch zu überraschen. ;-)
Zeigt euren Partnern, eurem Herzensmenschen, eurem Sonnenschein IMMER wieder auf's Neue, dass er euch GENAU SO VERTRAUEN KANN wie umgekehrt - dass er mit jedem Problem, das ihn bedrückt, zu euch kommen könnte, und dort weder belächelt noch bemitleidet noch "bestraft" oder sonst etwas wird. Dass ihr ihm zuhört. Ohne groß etwas dazu sagen zu müssen. Seid einfach da. DAS zeigt IHM, dass ihr an seiner Seite und zu ihm steht, egal, was kommt, und dass er sich auf euch verlassen kann. Seid dann aber auch stolz darauf, wenn euer Partner sich euch anvertraut, das ist - in meinen Augen - ein sehr großer Liebesbeweis.
Mir persönlich ist Vertrauen immens wichtig, weil ich meinen Partner glücklich machen will, so, wie er es bei mir aktuell macht. Er bedeutet mir sehr viel & schenkt mir eine Menge von seiner Zeit und seinen kleinen Aufmerksamkeiten, die das Leben so lebenswert und zauberschön machen, und die mir immer zeigen, dass er mich ebenfalls lieb hat. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. 
Es gibt jedoch Augenblicke, in denen ich glaube, dass seine Gedanken nicht ausschließlich bei mir sind...das sagt mir mein Bauchgefühl & ich bin sicher, dass es sich nicht täuscht. Er sagt mir allerdings immer, ich kann ihm bedingungslos vertrauen...und so ungewöhnlich das jetzt auch klingen mag - gerade ob des Wissens an bestimmte Situationen, besondere Hinweise etc. - ich vertraue ihm total, weil ich es kann. Ob es für eine (ebenso) grosse Liebe (wie sowohl für ihn als auch für mich schon mal da gewesen) und für ewig reicht, wird die Zeit - und vor allem MEIN (Bauch)Gefühl - mit sich bringen. Der Weg dorthin ist bisher ein sehr positiver - denn die Gefühle sind bei beiden da - ob ein "FÜR IMMER UNS" bleibt, wird sich dann zeigen. Für mich ist er mein Seelenverwandter...und wichtig ist das JETZT...ich wünsche mir natürlich, dass mein BAUCHGEFÜHL mich diesbezüglich nicht trügt...
Eins noch zum Abschluß: wenn es - wider Erwarten - für euren Partner nicht möglich sein sollte, sich euch zu öffnen und euch zu vertrauen, aus welchen Gründen auch immer, müsst ihr - und da komme ich zum Ausgangspunkt - eurem BAUCHGEFÜHL vertrauen und entscheiden, was dann letztendlich für EUCH das Beste ist. Für mich persönlich ist eine Partnerschaft oder eine Freundschaft ohne gegenseitiges Vertrauen nicht erstrebenswert. Und egal, wieviel dieser Mensch mir in meinem Leben auch bedeutet - ich würde letztendlich einen Schlußstrich ziehen und gehen. Weil mein BAUCH mich sowieso nicht in Ruhe lassen würde und es demzufolge auch nicht der/das Richtige wäre. Und für MICH PERSÖNLICH kommt nur das in Frage. Aber diesen Weg muss jeder in seinem eigenen VERTRAUEN für sich selbst gehen.  
Apropos Vertrauen - dass der kleine, süße Jake Ben BEDINGUNGSLOS vertraut, könnt ihr in all seinen tollen Büchern nachlesen :-)




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