Montag, 26. Juni 2017

Die Macht eines Leerzeichens!

Liebes Leben

… oder doch besser Liebesleben?

Was ein Leerzeichen alles bewirken kann.
Nur durch ein solches Zeichen bekommen diese elf Buchstaben eine völlig unterschiedliche Bedeutung.
Das ist fast ein wenig unheimlich!

Wenn ich jetzt einen Brief schreiben würde, was ich übrigens sehr gerne mache, dann würde dieser Brief gar nicht so anders werden.


Wenn ich einen Brief an mein Liebes Leben oder an mein Liebesleben schreiben würde, dann wären diese Briefe sehr ähnlich. Vielleicht sogar identisch? Wisst ihr was, ich versuche es einfach mal:

Hallo liebes Leben,
liebes Liebesleben,
schon seit einiger Zeit denke ich darüber nach, wie ich mich dir gegenüber in Zukunft verhalten soll!
Mir ist klar, dass du es nicht immer leicht mit mir hattest! Ich kann manchmal ein ganz schöner Blödmann, eine große Zicke und ab und an auch ein Feigling sein.
Ich weiß, dass du mir schon einige Wege geebnet hast, mir schon viele deutliche Zeichen gegeben hast.
Ich weiß, dass du es gut mit mir gemeint hast und es auch noch immer gut mit mir meinst!
Auch wenn ich dich und andere Menschen vielleicht manchmal verletzt habe, möchte ich dir sagen, dass es keine böse Absicht von mir gewesen ist. Ich hatte einfach nicht den nötigen Mut für einige Schritte.
Ja, ich hatte häufig sogar Angst.

Doch glaube mir, dass ich tief in meinem Herzen eine große Dankbarkeit dir gegenüber hege.
Allerdings nicht nur wegen unserer Vergangenheit! Auch dafür, dass du mir in der Gegenwart, weiterhin Chancen ermöglichst. Ich weiß, dass man einige Chancen nur ein Mal im Leben bekommt und ich weiß, dass man die Pflicht hat, solche Geschenke, wie du sie mir gegeben hast, anzunehmen!

Trotzdem bist du noch da. Trotzdem darf ich noch immer Hoffnung in mir tragen. Trotzdem gibst du mir neue Zeichen.
Trotzdem weiß ich, dass ich mich noch immer auf dich verlassen kann!
Doch auch eine blödmännische Zicke kann lernen. Kann kämpfen. Kann Zeichen geben und jetzt aus noch mehr Erfahrung sprechen.

Die Erfahrung hat mir beigebracht, dass ich meinen Weg, den ich schon lange kannte, für den ich nur teilweise zu feige war, gehen muss.
Warum? Weil ich nicht möchte, dass es mir weiterhin schlecht geht. Weil ich möchte, dass ich glücklich bin. Weil ich möchte, dass auch die Menschen, die es verdienen, glücklich sind!

Dieser Weg wird kein einfacher sein. Doch um die schönste Zeit zu erreichen, werde ich ihn gehen. Es war teilweise sehr still um mich herum. Ich sehne mich nach Tagen wie diesen. Ich lass für dich das Licht an. Denn ich kenne nichts, das so schön ist wie du.

Zum Glück durfte ich schon viele Sonnenseiten von dir erfahren; nicht nur erfahren, sondern auch erleben!
Ich gebe zu, dass du es bisher sehr gut mit mir gemeint hast, und ich gebe ebenfalls zu, dass ich häufiger auf dich und deine wunderschönen Zeichen hätte hören müssen.
Wobei hören müssen falsch ist!
Gehört habe ich sie. Ich bin ihnen leider nur nicht gefolgt!

Aber jetzt folge ich ihnen.
Ich weiß, dass ich nun an der Reihe bin. Ich habe es begriffen. Zu sehr tat es weh, nicht diese gemeinsamen Momente des Glücks erleben zu dürfen!
Zu sehr habe ich darunter gelitten, dass ich nicht auf dich gehört habe.

Ja, liebes Leben, Liebesleben, ich habe es begriffen, nein, sogar verstanden.
Ich kann mich, meine Wünsche, meine Träume und auch mein Herz nicht mehr mit Dingen quälen, die ich gar nicht möchte!

Danke für das UNS, ich freue mich darauf, weiterhin mit dir als WIR durch das Leben zu gehen.

So würde mein Brief aussehen.
Ich denke, das kann ganz schön schwierig sein, die beiden Begriffe zu unterscheiden?

Aber nun seid ihr an der Reihe.

Versucht es doch auch mal, wenn ihr mögt!

Oder "versucht" EUCH an einem Traum :-) ;-) 




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