Mittwoch, 12. April 2017

Zu gestern ...

Also zu meinem gestrigen Blog :-)

"Bist du nicht enttäuscht, wenn du deine großen Träume nicht erreichst?"

Diese Frage habe ich gestellt bekomme und ich möchte euch meine Antwort nicht vorenthalten.

"Nein, bin ich nicht.
Warum nicht, möchte ich dir gerne an einem Beispiel erklären.
Selbstverständlich ist mein Traum, einen Bestseller zu schreiben. Welcher Autor -welcher Schriftsteller- hegt diesen Traum nicht?
Wenn ich diesen Traum nicht hätte, könnte ich doch sofort damit aufhören Bücher zu schreiben. Nur durch diesen Traum habe ich die Muse, meine Texte in meinen PC zu "kloppen".
Auch wenn es mir Freude macht, obwohl ich noch keinen Bestseller geschrieben habe, treibt mich mein Weg weiter.
Warum sollte ich aufhören, von diesem Ziel zu träumen. Weshalb sollte ich zufrieden mit meinem bisher erreichten sein?
Nur durch mein Traum, probiere ich neue Wege aus. Nur durch ihn komme ich auf Ideen, etwas anderes zu probieren. Versuche mich an Wegen, die ich vorher nicht gegangen bin. Finde manchmal sogar Wege, die ich vorher noch nicht gesehen, besser gesagt erkannt, habe.
Es macht mir Freude von meinem Traum zu träumen. Alleine die Vorstellung daran lässt mich LÄCHELN und ZUFRIEDEN sein.
Immerhin verhält es sich ja so, dass ich auf meinen Wegen zu ihm nicht erfolglos bin.
Ich habe Menschen auf meinen Wegen getroffen, die ich ohne meinen großen Traum niemals hätte kennen lernen dürfen!
Dafür bin ich Dankbar und ich bin auch stolz darauf.
Schau mal ... ohne meinen Traum hättest du mir jetzt nicht diese Frage gestellt. Ohne ihn, dürfte ich jetzt keine Antwort schreiben.
Ich kann dir -eigentlich allen Menschen- nur einen Tipp geben.
Lebe deine Träume und lass sie RIESENGROSS sein. Schon auf dem Weg dorthin, wirst du sehr häufig ... SEHR GLÜCKLICH sein!"

Ja ... so war meine Antwort auf die Frage.

Und ich möchte noch ein Beispiel nennen. Ohne die neuen Wege wäre ich niemals auf die Idee gekommen, ein vollkommen anderes Buch als sonst zu schreiben.
Ein Buch ...? Nein, mein #herzensprojekt, aus dem ich euch jetzt einen Ausschnitt präsentieren möchte:

Keine zehn Minuten später standen wir nebeneinander im Sand. Genauer gesagt am Strand hinter der Musikmuschel. Nur vereinzelte Spaziergänger waren zu kennen, und auch Hunde waren kaum welche da.
„Rate mal, was ich Tolles für dich dabei habe.“ Mit einem schnellen Griff hatte Ben etwas aus seiner Jackentasche geholt und seinen Arm anschließend hinter dem Rücken versteckt.
Fisch? Hast du Fisch für mich dabei? Den von gestern? Aufgeregt wedelte ich mit dem Schwanz. Auch meine Nase lief bereits auf Hochbetrieb. Leider drang jedoch nicht dieser köstliche Duft nach Fisch in sie hinein.
„Wie niedlich du dich freust. Dann will ich es dir mal zeigen.“ Ganz langsam nahm Ben seinen Arm nach vorne. Noch immer konnte ich nichts erkennen, war mir allerdings sicher, dass es auf keinen Fall dieser leckere Fisch sein konnte. Den hätte ich nämlich längst erschnüffelt.
Mach schon. Auffordernd war mein Blick.
„Bist du etwa neugierig?“ Erst nach seinen Worten präsentierte mir Ben sein Mitbringsel.
Jetzt nicht mehr. Tatsächlich war meine Neugier abrupt verschwunden. Was nicht ausschließlich daran lag, dass ich nun wusste, was es war.
Schon wieder das alberne Mädchending. Mal ehrlich Ben, wir sind Männer. Was wollen wir mit diesem rosafarbenen Teil? Wahrscheinlich würde ich nie verstehen, weshalb er dieses Dingsbums so klasse fand.
Noch eine ganze Weile hatte ich mein Herrchen einfach nur verständnislos und fragend angesehen.

Mit mir an der Leine und dem komischen Teil in der anderen Hand war Ben inzwischen in Richtung Wasser gegangen. Es war gerade Ebbe, und so war der Strand noch sehr viel breiter als sonst. Der Sand war flach und man hätte ordentlich rennen können. Zumindest dann, wenn man nicht durch eine blöde Leine davon abgehalten worden wäre.
Etwas weiter rechts tobten zwei Hunde wie verrückt durch den Sand. Der Strand gehörte ihnen fast alleine. Zumindest führten sie sich so auf, da ihre Laufstrecken immer weiter ausgedehnt wurden.
Das würde ich jetzt auch gerne machen. Einfach rennen dürfen, wäre total cool.
„Dann lass uns Spaß haben.“ Ben riss mich mit seinen Worten aus meinen Gedanken.
„Sitz.“ Ich tat ihm seinen Gefallen und sah anschließend dabei zu, wie er dieses rosafarbene Mädchenteil etwa zwei Meter vor uns in den Sand warf.
Magst du es doch nicht mehr? Etwas verwundert war ich schon über mein Herrchen. Normalerweise schmiss er Sachen in den Müll und nicht einfach in die Gegend.
„Willst du nicht?“ Ben sah mich an.
Was will ich nicht? Irgendwie verstand ich nur Bahnhof.
„Komm mit.“ Ben ging los. Gemeinsam überbrückten wir die kurze Entfernung zu dem rosa Dingsbums, dessen eigentlichen Namen ich längst vergessen hatte. Nachdem mein Herrchen es wieder aufgesammelt hatte, ging das Spiel von vorne los. Erst musste ich mich hinsetzen. Dann warf Ben das Dingsbums, und anschließend gingen wir hinüber zu dem Teil, damit er es wieder aufheben konnte. Ob wir es zehnmal oder doch zwanzigmal gemacht hatten, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war das Spiel ziemlich behämmert, und ich wunderte mich darüber, dass es meinem Herrchen Spaß gemacht hatte.

Etwas ratlos war Bens Blick. Ja, ratlos war der treffende Ausdruck für seinen Gesichtsausdruck, als er sich vor mir in den Sand hockte.
„Höre mal zu, Jake. Das ist ein Ball.“ Ben hielt mir das rosafarbene Teil vor die Nase.
Stimmt. Ball hattest du es genannt. Jetzt fällt es mir wieder ein.
„Wenn ich den Ball werfe, musst du hinlaufen und ihn holen. Verstehst du das?“ Ben nickte wie wild. Fast so, als müsste er seine Worte selbst bestätigen.
Warum muss ich das? Ich verstand nicht, wofür das gut sein sollte. Wenn Ben den Ball behalten wollte, brauchte er ihn doch nicht durch die Gegend werfen. Und überhaupt, was hatte denn bitteschön ich damit zu tun?
„Komm, lass uns das Spiel noch mal ausprobieren.“
Welches Spiel?
Schon hatte mein Herrchen den Ball erneut weggeworfen. Wieder lag das Teil ungefähr zwei Meter von uns entfernt im Sand. Mein Blick ging zu Ben, der mich ebenfalls ansah.
„Hol den Ball.“ Wieder wurden seine Worte von einem eifrigen Nicken begleitet.
Okay, dann gehe ich mal hin. Wenn es dich freut, dann mache ich es halt. Gemeinsam machten wir die wenigen Schritte hin zum Ball.
„Nimm den Ball auf und bringe ihn mir.“
Dir bringen? Du stehst doch direkt neben mir. Außerdem ist der Ball voller Sand. Den nehme ich bestimmt nicht in den Mund. Da sich hinzusetzen bei meinem Herrchen immer gut ankam, tat ich es jetzt.
„Fürs erste Mal war es doch schon ganz gut. Das Spielen mit dem Ball üben wir jetzt einfach täglich.“
Ach nö. Muss das wirklich sein? Aber wenn hier mehr los ist, dann nehmen wir einen anderen Ball. Keinen mit einer solchen Mädchenfarbe. Allerdings hoffte ich noch sehr viel mehr, dass wir dieses blöde Spiel gar nicht wiederholen würden.


Mal ganz ehrlich, Ben. Was soll daran toll sein, einen Ball wegzuwerfen, anschließend gemeinsam hinzugehen, um ihn aufzusammeln und dann wieder woandershin zu werfen? Auch auf dem Nachhauseweg hatte ich noch keinen Sinn in diesem merkwürdigen Spiel erkannt.

Das komplette Buch findet ihr übrigens hier:

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