Montag, 6. Februar 2017

Vernunft und/oder Liebe

Kann die Vernunft

... die Liebe besiegen?

Wobei ich mir bereits bei der Überschrift die Frage gestellt habe, ob besiegen das richtige Wort ist.

Aber zurück zum Thema.
Kann die Liebe von der Vernunft besiegt werden:
Nein, müsste die richtige Antwort lauten!
Und doch gibt es Momente, Situationen, oder wie auch immer wir es nennen wollen, in denen man eine Liebe aufgeben muss.
Auch wenn es hart ist. Selbst wenn das Herz etwas anderes möchte. Auch wenn es weh tut. Sogar wenn man glaubt, an den Gefühlen und Gedanken kaputt zu gehen.

Wir müssen manchmal Schritte wagen, die sich nicht gut anfühlen.
Doch wenn man merkt, dass die andere Person leidet, muss man eine Lösung finden. Leider ist manchmal die Lösung ein Weg, den man gar nicht gehen möchte.


Wenn es tatsächlich Dinge gibt, von denen man genervt ist, die der andere Mensch jedoch weder abstellen, noch ändern möchte, dann sollte die Reise weitergehen. Leider getrennt!
Diese Situationen, in denen man nicht ernst genommen wird, sind schlimm. Wenn man über Dinge reden möchte, für die der andere Mensch kein Gesprächsbedarf sieht, dann ist es soweit, dass man sich anders orientieren muss.
Wenn man Missverständnisse klären möchte, es aber nicht kann, da zu einem Gespräch immer zwei gehören und die andere Person kein Gespräch führen möchte, dann muss man selbst eine Entscheidung treffen. Seine eigene Entscheidung!

Dieses Gefühl zu haben, dass die andere Person ihr Leben so weiterleben möchte, wie es bisher war, ist nicht schön.
Selbstverständlich gehört zu einer Beziehung dieser wichtige Freiraum dazu. Wenn aber eine Person verlangt, komplett am Leben des anderen Menschen beteiligt zu sein, es aber selbst anders vorlebt, dann läuft etwas komplett schief.

Eifersucht ist auch ein Grund. Wenn eine der beiden Personen seinem Partner Dinge unterstellt und Vorwürfe macht, selbst aber mit Menschen des anderen Geschlechts on Tour geht. Dann hat alles tatsächlich keinen Sinn mehr.
All diese Dinge sind keine großen Punkte. Doch wir hatten ja bereits herausgefunden, dass es Kleinigkeiten sind, die an einer Beziehung nagen. Wenn man sich ständig über diese kleinen Dinge ärgert, wenn man sich nicht ernstgenommen fühlt, dann kann es nur einen Ausweg geben.

Im Übrigen ist es ein schlimmes Gefühl, wenn man nicht ernstgenommen wird. Es ist eines der blödesten Gefühle überhaupt!

Liebe darf nicht nur auf einem einseitigen Nehmen basieren. Das Geben ist ebenso wichtig, wahrscheinlich noch sehr viel wichtiger. Das Geben darf nicht nur dann stattfinden, wenn man gerade gemeinsame Zeit verbringt. In diesen Momenten kann das jeder.
Nein, das Geben ist gerade in diesen anderen Momenten wichtig. Sehr viel wichtiger sogar!

Wenn man früher jede Party mitgenommen hat, es genossen hat, in seiner Welt zu leben, dann hat man nur zwei Möglichkeiten: Man muss entweder Abstriche machen, oder man darf keine Beziehung eingehen. Zumindest keine, in der man Dinge verlangt, die man selbst nicht bereit ist zu geben.
Immer um Verständnis hoffen, stets den Satz sagen, „Ich wünschte, dass du mich verstehst!“, ist einfach. Doch man darf dabei nicht vergessen, dass der Partner höchstwahrscheinlich ähnliche Wünsche hat.
Wenn sich die Wünsche nicht unter einen gemeinsamen Hut bringen lassen, dann ist es Zeit zu gehen.
Man kann nicht um die Liebe kämpfen, wenn nicht beide Personen bereit sind, die gleichen Schritte zu gehen.

So muss ich leider behaupten, dass die Vernunft die Liebe nicht nur besiegen kann. Nein, sie muss es in bestimmten Situationen sogar machen!

Auch wenn es schwerfällt und auch, wenn es weh tut. Die Vernunft muss die Liebe sogar dann besiegen, wenn man es eigentlich gar nicht will.

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