Mittwoch, 26. Oktober 2016

Liebe & Hass

Wenn aus Liebe

…plötzlich Hass wird!

Dann hat man ein großes Problem.
Doch möchte ich gar nicht darauf hinaus, dass eine schöne Zeit, vielleicht sogar die schönste, ein Ende gefunden hat.
Ich möchte auch nicht darauf hinaus, dass man sich eventuell beschissen fühlt, alleine ist und es nicht verstehen kann. Auch möchte ich nicht darauf hinaus, dass man sich immer und immer wieder die Frage nach dem warum stellt.

Nein.
Das hauptsächliche Problem ist ein ganz anderes.
Ich habe es bis vor gar nicht langer Zeit auch nicht gewusst. Doch es wurde mir erklärt. Ich hatte ein spannendes Gespräch mit einem ganz besonderen Menschen aus meinem Leben und da er mir das Problem tatsächlich sehr gut erklärt hat, habe ich es sogar kapiert.
Besser gesagt, ich habe es absolut nachvollziehen können.


Wer es gewesen ist?
Natürlich mein Freund Franky. Wer sonst? Nur mit ihm führe ich viele Gespräche, die nicht nur oberflächliches BlaBla sind. Wir können auch in die Tiefe eindringen und uns gegenseitig Dinge beibringen, die wir bisher nicht im Ansatz so gesehen haben.

Ich habe etwas gelernt und lernen ist eine coole Sache!
Das Problem, wenn aus Liebe plötzlich Hass wird, ist ganz einfach.
Liebe ist ein Gefühl, genau wie der Hass.
Wenn wir einen Menschen nicht mehr lieben, ihn dafür aber hassen, sind unsere Gefühle noch immer bei diesem Menschen. Selbstverständlich auf eine ganz andere Art und Weise, aber ein Gefühl ist noch da.
Solange unsere Gefühle bei diesem Menschen weilen, haben wir ihn bei uns. Vielleicht auf eine Art, auf die wir gut und gerne verzichten könnten.
Doch Gefühle kann man nicht abstellen. Zumindest nicht einfach so auf Knopfdruck.

Erlaubt muss hierbei die Frage sein, ob es für uns überhaupt gut wäre, die Gefühle abstellen zu können. Wenn Gefühle da sind, auch die schlechten, bedeutet es doch nur, dass noch etwas in uns arbeitet, dass wir noch etwas verarbeiten müssen.
Wir benötigen diese Zeit für uns. Wir müssen uns befreien, um wieder zu uns zu finden.

Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, können wir richtig atmen.
Allerdings kann man etwas dafür tun, dass dieser Prozess beschleunigt wird. Wir müssen uns an schönen Dingen erfreuen, müssen lernen, neue Wege zu gehen. Unsere Wege, an denen dieser andere Mensch nicht beteiligt ist.
Wir haben es doch auch geschafft, die positiven Augenblicke und die Liebe zu vergessen. Zumindest haben wir es geschafft, sie zu unterdrücken!
Da der Hass ein ziemlich blöder Begleiter in unserem Leben ist, sollten wir jetzt damit beginnen, auch diese Gefühle zu bekämpfen.

Allerdings nicht mit der Liebe zu einem anderen Menschen. Zumindest dann nicht, wenn wir diese Person und die Liebe zu ihr nur benutzen, um einen anderen zu vergessen.
Hier gilt wie im Sport: Fair geht vor!
Doch sollten wir uns, im Gegensatz zum Sport, auch daran halten.

Hass ist nie eine Lösung!
Aber wenn wir tatsächlich glauben, dass wir einen Menschen, den wir mal geliebt haben, den wir jetzt aber hassen, aus unseren Gefühlen verdrängt haben, dann irren wir. Und zwar gewaltig!

Geschafft haben wir es erst dann, wenn wir keine Gefühle mehr hegen, wenn es uns tatsächlich egal ist, was dieser Mensch macht.

Geschafft haben wir es erst dann, wenn unsere Gefühle und Gedanken nicht mehr bei ihm weilen.

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