Montag, 31. Oktober 2016

Andere Rollen

Macht ihr es manchmal?

Ich meine, spielt ihr häufiger mal den Schauspieler?

Manchmal muss es sein!
Keine Frage, ohne ein wenig Schauspielerei geht es nicht. Es muss sein, um in einigen Momenten "überleben" zu können. Allerdings sollte man nicht übertreiben, womit ich meine, dass man es nicht häufig anwenden sollte. Anderen Menschen etwas vor machen, sollte nicht die Normalität sein, da man nicht nur den anderen, sondern meistens auch selbst damit schadet!


Man baut sich mit solchen Situationen eine Traumwelt auf, die es einem nicht immer einfach macht, mit ihr zu leben. Die Wahrheit siegt sowieso, genau wie die Liebe immer siegen wird! Warum sollten wir uns also unser Leben unnötiger Weise schwerer machen als es in Wirklichkeit ist?

Dieses "so tun als ob", kann uns überall begleiten und wenn wir es zu lassen, wird es uns in mehr Situationen schaden, als dass wir von ihm profitieren. Einfach man selbst zu sein bringt mehr. Außerdem erkannt man auch nur so, ob man von anderen Menschen gemocht wird. Was nützt es mir, wenn andere ein völlig falsches Bild von haben, mich aber deswegen mögen? Ich müsste doch ständig mit einer Maske herumlaufen und mich verstellen.

Oh ja, vor allem in der Liebe nützt diese "so tun als ob" rein gar nichts. Man unterdrückt hiermit Gefühle, die es nicht verdienen, unterdrückt zu werden. Wir spielen in diesen Momenten mit unserer eigenen Gefühlswelt und machen uns kaputt. Okay, ob wir uns direkt kaputt machen, lasse ich mal dahingestellt. Zumindest aber quälen wir uns und ich glaube nicht, dass man sich selber quälen sollte!


Wenn ein besonderer Mensch in deinem Kopf ist und man diese Dauerschleife nicht wieder loswerden möchte, dann darf man nicht so tun, als ob nichts wäre. Dann muss man zu seinen Gefühlen stehen! Man darf es nicht als Momentaufnahme abstempeln und denken, dass wieder vorüber geht. Nicht diese Gedanken haben, dass es morgen schon wieder anders aussehen könnte.

Niemals darf man sich gegen diese Gefühle und Gedanken wehren.
Wenn man ständig auf sein Handy schaut und hofft, dass eine besondere Nachricht, von einem besonderen Menschen, bei dir aufschlägt, dann weiß man doch eigentlich ganz genau was Sache ist.
Dann muss man nicht so tun, als ob man sich nicht freut. Diese Momente sind so schön und einzigartig, dass man sie zulassen muss!

Wenn es jemanden gibt, der in unserem Kopf weilt und dort nicht wieder verschwindet, dann will man diesen Menschen auch gar nicht wieder los werden! Diese Momente, in denen man weiß, dass ein Wehren dagegen keinen Sinn macht, sind großartig. Dieses Wehren würde allerdings auch nichts bringen, es würde die Situation höchstens noch schwieriger gestalten.

Diese "Du fehlst mir" Gedanken sind zwar in einigen Momenten schrecklich. Doch sie bedeuten nur lediglich, dass wir einen Menschen gefunden haben, der uns so viel bedeutet, dass wir uns alles mit ihm vorstellen können. Vielleicht sogar alles mit ihm erreichen wollen und uns nach seiner Nähe sehnen.


So tun als ob, gibt es also in beide Richtungen und ich glaube, dass es total egal ist, von welcher Richtung wir reden, wir sollten uns nicht verstellen!
Wir müssen zu UNS und natürlich auch zu unseren Gefühlen stehen. Wir können doch nicht etwas unterdrücken, was wir absolut nicht unterdrücken möchten. Wir dürfen uns unser Glück nicht vorenthalten, dürfen nicht versuchen, unsere Gefühle irgendwo im Hinterkopf zu speichern, um sie dann irgendwann ganz zu verbannen.

Also, raus mit unseren Gedanken und Gefühlen! Lasst sie LEBEN und lasst vor allem UNS LEBEN und zwar so, wie wir es möchten. Nicht so, wie es vielleicht vernünftig erscheint und schon gar nicht so, wie es andere von uns erwarten!

Auf geht`s!
Viel Freude dabei wünscht
Ben

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