Donnerstag, 1. September 2016

Einfach so tun ...

So tun als ob!

Macht ihr das manchmal?

Ich meine, mimt ihr häufiger mal den Schauspieler?

Manchmal muss das sein! Keine Frage: Ohne ein wenig Schauspielerei geht es nicht. Es muss sein, um in einigen Momenten überleben zu können. Allerdings sollte man nicht übertreiben, womit ich meine, dass es nicht zu häufig angewendet werden sollte. Anderen Menschen etwas vor zu machen, sollte nicht die Normalität sein, da man nicht nur den anderen, sondern meistens auch sich selbst damit schadet.

Man baut sich mit solchen Situationen eine Traumwelt auf, die es nicht immer einfach macht, mit ihr zu leben. Die Wahrheit siegt sowieso. Genau wie die Liebe immer siegen wird! Warum sollten wir uns also unser Leben unnötiger Weise schwerer machen, als es in Wahrheit ist?


Dieses ‚so tun als ob’ kann uns überall hin begleiten. Wenn wir es zulassen, wird es uns häufiger schaden, als dass wir davon profitieren. Man selbst zu sein bringt mehr. Außerdem erkennt man auch nur so, ob man von anderen Menschen gemocht wird. Was nützt es mir, wenn andere ein völlig falsches Bild von mir haben, mich aber gerade deswegen mögen? Ich müsste doch ständig mit einer Maske herumlaufen und mich verstellen.

Oh ja, vor allem in der Liebe nützt dieses ‚so tun als ob’ rein gar nichts. Man unterdrückt dadurch Gefühle, die es nicht verdienen, unterdrückt zu werden. Wir spielen in diesen Momenten mit unserer eigenen Gefühlswelt und machen uns kaputt. Ob wir uns direkt kaputt machen, lasse ich mal dahingestellt. Zumindest aber quälen wir uns und ich glaube nicht, dass man sich selbst quälen sollte.

Wenn ein besonderer Mensch in deinem Kopf ist und man diese Dauerschleife nicht wieder loswerden möchte, dann darf man nicht so tun, als ob nichts wäre. Dann muss man zu seinen Gefühlen stehen.
Niemals darf man sich gegen seine Gefühle und Gedanken wehren. Wenn du ständig auf dein Handy schaust und hoffst, dass eine besondere Nachricht, von einem besonderen Menschen bei dir aufschlägt, dann weißt du doch ganz genau, was Sache ist. Dann musst du nicht so tun, als ob du dich nicht freust. Diese Momente sind so schön und einzigartig, dass du sie zulassen musst.

Wenn es jemanden gibt, der in unserem Kopf weilt und von dort nicht wieder verschwindet, dann will man diesen Menschen auch gar nicht wieder loswerden. Diese Momente, in denen man weiß, dass ein dagegen Wehren keinen Sinn macht, sind großartig. Dieses Wehren würde allerdings auch nichts bringen, es würde die Situation höchstens noch schwieriger gestalten.
Diese ‚Du-fehlst-mir-Gedanken’ sind zwar in einigen Momenten schrecklich. Doch sie bedeuten lediglich, dass wir einen Menschen gefunden haben, der uns so viel bedeutet, dass wir uns alles mit ihm vorstellen können; vielleicht sogar alles mit ihm erreichen wollen und uns nach seiner Nähe sehnen.

Wir müssen zu uns und natürlich auch zu unseren Gefühlen stehen. Wir können doch nicht etwas unterdrücken, das wir absolut nicht unterdrücken wollen. Wir dürfen uns unser Glück nicht vorenthalten, dürfen nicht versuchen, unsere Gefühle irgendwo im Hinterkopf zu speichern, um sie dann irgendwann ganz zu verbannen.

Also, raus mit unseren Gedanken und Gefühlen!
Lasst sie leben und lasst vor allem uns leben, und zwar so, wie wir es möchten.

Nicht so, wie es vielleicht vernünftig erscheint und schon gar nicht so, wie es andere von uns erwarten!


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