Montag, 19. September 2016

Der Traum von Sylt!

Ich habe ihn ...

Und ich weiß, dass ihn auch viele andere Menschen träumen.

Da ich Bücher schreibe, kann ich mir manchmal meine Träume erfüllen. Zum Beispiel diesen ;-)

In meinem Buch "Ben - Wolken schmecken!"
könnt ihr, gemeinsam mit mir, UNSERE INSEL erobern ... !

Los geht`s!


Als E-book gibt es das Buch hier:

Und das Print, könnt ihr gerne über mich beziehen :-)


Es war nun alles für den Start unseres Traumes bereit. Wir hatten es, Dank tatkräftiger Unterstützung aller Beteiligten, tatsächlich geschafft, unseren gesetzten Termin zu halten.

Allerdings bekam ich manchmal auch ein wenig Angst. Ich hatte nun etwas mehr Freizeit, was leider auch bedeutete, dass ich mehr Zeit zum Nachdenken und Grübeln hatte.

Mir schossen immer wieder die gleichen Fragen in den Kopf. Hatten wir an alles gedacht? Können wir unseren Anspruch an uns selber gerecht werden? Aber am meisten Angst hatte ich davor, dass keine Gäste kommen würden. Immerhin gab es hier auf Insel unzählige Hotels, Pensionen oder Privatvermietungen.

Wir mussten es einfach schaffen, etwas Besonderes zu bieten. Unsere persönliche Note musste die Gäste überzeugen und vom Prinzip her waren wir alle geeignet dafür, unserem Anwesen, welches bereits von sich aus viel Charme und Individualität besaß, eine besondere Note zu verleihen.

In einer Woche sollte unsere Internetseite scharf geschaltet werden und am selben Tag wollten wir unsere Pension Gockel Bertram mit einer großen Feier offiziell eröffnen. Bianca und Katrin hatten inzwischen ihre Lebensutensilien aus Hamburg und Münster auf die Insel geholt und waren in die für sie vorgesehenen Wohnungen gezogen.

Hasi und die beiden Mädels organisierten die letzten Dinge auf der Insel, während Sandra und ich in Sandras gelben Liebling auf der A7 in Richtung Hamburg fuhren und wir auf der linken Spur von einem Audi TT überholt wurden.

Ich war mir einerseits nicht sicher, ob ich richtig gesehen hatte und wollte andererseits ein überholt werden nicht auf mir sitzen lassen.
So trat ich das Gaspedal einfach weiter durch.

Nach kurzer Zeit waren wir wieder dicht hinter dem TT, welcher bereitwillig auf die rechte Spur wechselte, um uns durchzulassen.
Ich hatte richtig gesehen. Am Steuer saß Götz der Schmierlappen und Anwalt Falkenstein und auf dem Beifahrersitz saß Pia.

Auf meiner Rosenstolz CD sang Anna R. gerade das Lied „Objekt der Begierde“ und ich fragte mich, ob dieses nur ein Zufall war.
Dass Pia mein Objekt der Begierde war konnte ich, mir selbst gegenüber, bereits seit längerer Zeit nicht mehr leugnen.
Leider hatte ich bisher noch immer nicht die Möglichkeit, es ihr zu sagen oder zumindest zu zeigen.

Erst jetzt nahm Pia mich wahr und blickte zu mir herüber. Götz versuchte auf der rechten Spur Gas zu geben, da er wohl etwas genervt von mir war, was sich allerdings als ein vergeblicher Versuch herausstellte.
Ich drückte nämlich ebenfalls aufs Pedal und blieb mit dem Porsche locker auf seiner Höhe.
Mit einem verliebten lächeln zu Pia und einem Siegerblick zu Götz, verabschiedete ich mich nach kurzer Zeit von den beiden und fuhr mit Sandras Porsche dem TT einfach davon.

Kurz danach sahen wir uns wieder.
Es war nicht so, dass der TT von Götz plötzlich Flügel bekam und er so wieder zu uns aufschließen konnte. Vielmehr hörte ich ein Hupen während ich dabei war, die letzten Meter auf dem Standstreifen, in Richtung der Tankstelle zu gehen.

„Schön peinlich!“, dachte ich mir, während ich dem TT hinterher sehen musste.
Immerhin hatten wir noch Glück.
Sandras gelber Liebling blieb nämlich direkt vor der Einfahrt zu einer Tankstelle stehen und somit konnten wir unsere peinliche Vorstellung relativ zügig beheben und weiter nach Hamburg fahren, wo wir eine halbe Stunde später auch ankamen.

Sandra wollte von Hamburg aus Werbung für unsere Pension machen und dafür sorgen, dass auch einige wichtige Leute an unserer Eröffnungsfeier teilnehmen. Ich besuchte meine Eltern, lud Lola und Fiete zu unserer Eröffnungsfeier ein und war nun bei Oma Anna angekommen.

Ich saß schon eine ganze Weile bei Oma Anna, war stumm und ließ die letzten aufregenden Monate in meinen Gedanken Revue passieren.
Immer wieder genoss ich diese Stille bei Oma Anna und war froh, in ihrer Nähe sein zu können.

Ab und zu rutschten meine Gedanken in die Kindheit zurück und in Situationen, die Oma Anna und ich gemeinsam erlebt hatten. So waren wir zum Beispiel einmal in Hagenbecks Tierpark und wurden von meinen Eltern irgendwann am späten Nachmittag vermisst.
Sie hatten Angst, dass uns etwas passiert sei und waren froh, als wir unverletzt und gut gelaunt gegen Achtzehnuhrdreißig vor der Tür standen.
Am Morgen um acht Uhr waren wir mit bepackten Rucksäcken in die Richtung der U-Bahn losmarschiert, um pünktlich um neun Uhr am Zoo anzukommen.

Da meine Oma Anna mir wirklich viel über die Tiere erzählen und erklären konnte, verflog die Zeit mit ihr immer wie im Fluge. Zwischendurch machten wir auf der Picknickwiese oder auf einer Bank Pause und Oma Anna erzählte mir Geschichten von den eben gesehenen Tieren.
Um siebzehn Uhr läutete ein Zoowärter die Glocke und lief durch den Zoo. Dieses war immer das Zeichen dafür, dass in einer halben Stunde der Zoo schließt und alle Besucher sich langsam auf den Weg zum Ausgang machen sollten.

Diese Tage in Hagenbecks Tierpark genoss ich immer besonders und sie gingen irre schnell vorbei. Außerdem lernte ich hier soviel über die Tiere, dass ich noch heute davon profitiere - dieses hätte ich nie alles in der Schule  lernen können.

„Tja, Oma Anna, nun ist es tatsächlich bald soweit und Hasi und ich eröffnen unseren Traum“, sagte ich zu ihr und erzählte von unseren letzten Umbauten und davon, dass uns Sandra, Bianca und Katrin auch in der Zukunft helfen werden.

Ich erzählte von meiner Angst vor dem Start und vor dem ungewissen, welches uns nun erwarten würde.
Allerdings erzählte ich ihr auch von der Vorfreude auf unser neues Leben und vor allem davon, wie sehr ich mich darauf freute, zukünftig auf Sylt zu leben. Mit den Worten:
„Drücke uns die Daumen und wünsche uns, dass es klappt, unseren Traum zu leben. Ich bin ganz bald wieder bei Dir und halte dich auf dem Laufenden!“, verabschiedete ich mich für heute von meiner Oma Anna.




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