Montag, 4. Juli 2016

Umzüge

... kosten Kraft!

Aber machen häufig auch Spaß, schenken Freude und lassen uns in ein Abenteuer eintauchen!
Wir können Neues erleben, von dem wir bisher lediglich geträumt hatten.
Können Dinge machen, die uns vorher unerreichbar erschienen.
Wir können endlich wieder ATMEN und LEBEN ...!

Zum Beispiel wie bei diesem Umzug:



Endlich war ich da, wo ich schon lange hin wollte und doch spürte ich einen kalten Schauer meinen Rücken hinab laufen.
Ich stand in meinem neuen Reich und sah mich um. Vieles kam mir bekannt vor, da ich in dieser Wohnung vor vielen Jahren oft gewohnt hatte. Immer dann, wenn ich zum Surf-Cup auf Sylt gewesen bin. Es war irgendwie schon lange meine Wohnung und doch war dieser Moment etwas ganz Besonderes für mich.
Mein Koffer stand im Flur und ich musste einen hohen und langen Schritt machen, um über ihn hinweg zu treten, damit ich die Schlafzimmertür erreichen konnte. Auch hier war alles wie früher und doch ganz anders.
Das große Fenster, das bis zum Fußboden hinunter reichte, war blitze blank geputzt und ich konnte über die Sylter Welle hinweg auf das Meer schauen. Wie ein großer See lag die Nordsee vor mir und sie gab die Strahlen der Sonne zurück, sodass ich fast eine Sonnenbrille gebraucht hätte.

Ich zog meinen Koffer ins Schlafzimmer und warf ihn zunächst auf mein Bett. Auspacken wollte ich jetzt noch nicht.
Zuerst brauchte ich einen Kaffee und so nahm ich das Glas Instand-Kaffee aus meinem Rucksack und ging zurück in mein Wohnzimmer. Meine Küche war nur durch einen Tresen vom Wohnzimmer getrennt und als der Kaffee fertig war, setzte ich mich auf einen der Barhocker, die am Küchentresen standen und sah mich weiter um.
Durch die Balkontür schien die Sonne in meine Wohnung und ein Balkonstuhl stand aufgeklappt bereit, als hätte er schon lange auf mich gewartet.
Natürlich hatte ich keine Milch und so trank ich meinen ersten Kaffee schwarz, während ich mich inzwischen auf den Balkon gesetzt und meine Füße auf dem Balkongeländer platziert hatte.

Auch von hier konnte ich den tollen Blick auf das Meer genießen, da die Zimmer meiner Wohnung nebeneinanderlagen.
Ich war angekommen. Dort angekommen, wo ich schon immer sein wollte. Ich hatte mir den Nächsten meiner Träume erfüllt und war zum ersten Mal, nach längerer Zeit, wieder glücklich!
Gerade, als ich mir noch einen Kaffee kochen wollte, klopfte es an der Wohnungstür. Neugierig ging ich hin und öffnete. Ich hatte keine Ahnung, wer mich hier auf Sylt, direkt nach meiner Ankunft besuchen konnte.
„Hallo Herr Nachbar.“
„Hi Franky. Woher weißt du, welche Wohnung ich habe?“
„Das war nicht wirklich schwer herauszufinden.“, Franky lachte und deutete mit seinem Kopf nach unten, zum Fußboden neben den Türrahmen.

„Bobbys Trage-Box. Du hast die Box noch draußen stehen. Ich wollte dir Bescheid sagen. Wäre ja blöd, wenn du plötzlich zwei Schildkröten hättest.“, wieder lachte Franky und ich war irgendwie froh, ihn zu sehen. Nicht nur wegen meiner vergessenen Box mit dem kostbaren Inhalt.
Ich mochte gerade nicht alleine sein.
Meinen angebotenen Kaffee lehnte Franky ab. Nicht, da er keinen Kaffee mit mir trinken wollte, sondern viel mehr, da er weder Kaffee ohne Milch noch Instand-Kaffee mochte.
 „Pass auf Nick, ich düse kurz los und hole Kaffee, Milch und zwei Stücke Kuchen. Du legst mir ein Polster auf den zweiten Balkonstuhl und stellst schon mal den Wasserkocher an. Hast du einen Standfilter und Filtertüten?“
„Wenn du einen Handfilter meinst, den habe ich und Filtertüten habe ich noch ein Paket im Koffer.“
„Okay, bis gleich.“

Schon war Franky im Fahrstuhl verschwunden, und noch bevor ich ihm Geld geben konnte, war die Fahrstuhltür auch schon zu und Franky auf dem Weg nach unten.
Und hier geht es zum Buch:

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