Montag, 2. Mai 2016

Vorbei !?

Woran erkennt man eigentlich,

… dass etwas vorbei ist? Und ich meine jetzt nicht nur Beziehungen!

Es gibt so viele Dinge in unserem Leben, die wir lediglich aus einem Grund machen: Meiner Meinung nach handeln wir sehr oft nur aus Gewohnheit!

Doch was genau ist diese Gewohnheit?
Ich möchte, bevor ich weiter auf dieses Wort und somit auch auf die Überschrift eingehe, noch eine Lanze für die Gewohnheit brechen. Die Gewohnheit ist nicht generell etwas Schlechtes. Gewohnheit bedeutet nicht, dass wir uns aus ihr befreien müssen, uns von ihr lösen müssen.
Die Gewohnheit hilft uns nämlich auch in schwierigen Zeiten. Ein Ritual ist nichts anderes als eine Gewohnheit.
Rituale sind sehr wichtig in unserem Leben.

Doch wir müssen wachsam sein.
Nicht die Rituale dürfen unser Leben bestimmen. Wir müssen der Boss in unserem Leben sein. Wir sollten nur einige wenige Rituale in unser Leben, in unseren Tagesablauf einbinden.


Die Gewohnheit kann durchaus gefährlich für uns sein.
Gefährlich im Bezug darauf, dass wir nicht erkennen, nicht erkennen wollen, wann es Zeit für einen Absprung ist.
Daher auch das heutige Thema:
Woran erkennt man, wann man einen Schlussstrich ziehen muss?
Wann ist es wichtig und richtig, etwas zu beenden?

Vielleicht stellt man sich manchmal sogar die Frage, ob man etwas überhaupt beenden darf?
Ganz schnell kann man dabei in einer fiesen und unendlichen Schleife landen. Man merkt, dass man etwas nicht mehr mag, man weiß aber, dass man es über viele Jahre sehr gemocht, vielleicht sogar geliebt hat. In diesen Momenten begreift man gar nicht, was mit einem los ist. Schnell schiebt man es auf Randerscheinungen, die gerade negativ auf die Stimmung einwirken.

Ich habe doch meinen Job immer geliebt, bin immer gerne hingegangen. So wird es bestimmt auch bald wieder sein!
Kennt ihr diese Gedanken?
Die Freude kommt nicht wieder. Aber die Gedanken bleiben Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Anstatt etwas zu ändern, hängt man in der Vergangenheit fest. Die Gewohnheit hat einem Fesseln angelegt; Fesseln, die unglaublich groß und fest erscheinen.

Sie sind es aber gar nicht.
Wenn wir sie lösen möchten, ist es ganz einfach. Manchmal hilft lediglich ein kurzes Gespräch. Manchmal genügt es, ein paar Schritte zu gehen, ein paar Schritte auf deinem Weg. Auf dem Weg, den du kennst, für den du aber bisher nicht den Mut hattest.

Es kann passieren, dass wir noch ewig einen Beruf ausüben, auf den wir eigentlich keine Lust mehr haben. Oder dass wir noch immer zum Kegeln gehen, obwohl wir es langweilig finden. Dass wir in den Urlaub an die Ostsee fahren, nur weil wir das schon immer gemacht haben.
Oder dass wir eine Beziehung führen, die nur noch aus reiner Gewohnheit besteht.

Woran erkennen wir, dass der Zeitpunkt gekommen ist?
Wann müssen wir neue Schritte wagen? Wann Entscheidungen treffen?

Letztere ist eine gute Frage!
Ich würde sie tatsächlich wie folgt beantworten:
Wenn du dich nicht mehr wohlfühlst, wenn der Drang nach Freiheit immer größer wird, wenn das Neue ruft und du morgens schon keine Lust hast, das normale Tagesprogramm in Angriff zu nehmen, dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen.
Man muss nicht von jetzt auf gleich alle Zelte abbrechen. Aber man darf beginnen, über sein Leben nachzudenken.

Wenn man erkannt hat, dass man mit einigen Dingen, mit einigen Gewohnheiten nicht mehr glücklich ist, muss man handeln.

Auch dann, wenn es schwierig erscheinen mag und auch, wenn man Angst davor hat!



1 Kommentar:

  1. Wenn das Schlechte in den Gedanken und Gefühlen überwiegt, dann ist es Zeit aufzugeben... .

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