Donnerstag, 4. Februar 2016

Kann die Liebe eine Zweckgemeinschaft sein?

Welch Frage...!?

Aber ich "kümmere" mich doch gerne um dieses Thema, da es eventuelle mehrer Ansätze hierzu gibt.

Rein theoretisch, ist eine Liebe doch sogar eine Zweckgemeinschaft, auch wenn sich das Wort, im Zusammenhang mit der Liebe, ziemlich beknackt anhört. Wenn zwei Menschen Liebe geben, Liebe nehmen, zusammen glücklich und leidenschaftlich sein wollen, dann haben sie das gleiche Ziel. Wenn man es neutral betrachtet und keinen Wert auf schöne Worte legt, dann könnte man sogar Zweckgemeinschaft dazu sagen.


Doch selbstverständlich ist dieses Wort, zumindest in der Liebe, negativ belastet. Was mich jetzt auch dazu bringt, meinem ersten Absatz zu widersprechen. Selbstverständlich kann und wird eine Liebe niemals eine Zweckgemeinschaft sein können.

Liebe ist etwas besonderes. Man gibt, ohne zu etwas bekommen zu müssen / zu wollen. Dieser Unterschied sagt doch schon alles aus. Bei diesem anderen Wort, dass ich jetzt, im Vergleich zur Liebe, nicht mehr nennen möchte, hat Forderungen. Es MUSS ein geben und nehmen sein. Man macht Dinge aus Vernunft, aus Gewohnheit, weil man von ihnen profitiert! Man teilt sich die Miete, der Urlaub ist günstiger, man kann sich vielleicht ein Auto leisten.

Ja, man macht es, um einige Dinge einfacher und bequemer gestalten zu können. Aber man macht es nicht für den anderen! Man ist Egoist und macht es lediglich aus Gründen vom eigenen NUTZEN! Allerdings muss ich zugeben, dass es durchaus nichts verwerfliches ist! Wenn man der Meinung ist, so leben zu wollen, dann los! Wenn sich zwei gefunden haben, die die gleiche Einstellung zum Leben haben, kann es durchaus perfekt sein. Ich persönlich würde dann allerdings nicht von Liebe sprechen. Die Liebe ist etwas anderes!


Wenn ihr den folgenden Text gleich durchgelesen habt. Welches der Worte fällt euch dazu ein? Liebe? Oder das andere "komische" Wort?

Du guckst mich an und ich geh mit er ist ewig dieser Augenblick! Da scheint die Sonne, da lacht das Leben, da geht mein Herz auf, ich will's dir geben! Ich will dich tragen, ich will dich lieben, denn die Liebe ist geblieben! Hab' nicht gefragt, ist einfach da, Weglaufen geht nicht, dass ist mir klar! Du und ich, dass ist ganz sicher, wie ein schöner tiefer Rausch, von der ganz besonderen Sorte! Und wir haben ein Recht darauf, uns immer wieder zu begegnen, immer wieder anzusehen, wenn die große weite Welt ruft, werde ich sicher mit dir gehen! 

So funktioniert nur die Liebe! Zumindest glaube ich, dass nur Liebe so funktioniert! Was meint ihr?

Was mich aber sehr viel mehr interessieren würde ist, wie würdet ihr eure Beziehung bezeichnen? Habt ihr euch darüber schon Gedanken gemacht? Ist es Liebe, noch ein wenig Liebe, oder "nur" noch diese komische Vernunft?


In einer Zweckgemeinschaft landen möchte ich nicht. Auch nicht in einer, von der andere behaupten, dass es sich um Liebe handelt! Dafür ist unser Leben zu wertvoll und leider auch viel zu kurz! Allerdings geht es hierbei nicht nur um uns. Auch unserem Partner sollten wir ein solches Leben nicht zumuten. Immerhin haben wir ihn mal geliebt, tun es eventuell sogar noch immer. Halt nur auf eine andere Art. Auf eine Art, die man eher als Gewohnheit bezeichnen sollte!

In diesem Sinne!
Einen Tag voller Liebe
Wünscht
Ben

Kommentare:

  1. Deine Beschreibungen von Liebe sind sehr romantisch! Ich habe Zweifel, ob dieses Gefühl sich auf Dauer halten lässt. Und Zweckgemeinschaft ist eher negativ besetzt, oder? Aber wie ist es mit einer Familie, Verantwortung für Kinder, ein Stehen zu dem, was man sich einmal vorgenommen hat? Es gibt sicher Lebenssituationen, die klar gegen Liebe sprechen. Aber gibt es nicht auch ganz Vieles zwischen der rauschhaften Liebe und der kalten Zweckgemeinschaft?

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  2. ... Freundschaft und Liebe blühen, wo Menschen sanft geworden sind, sanft in ihrem Urteil, sanft in ihren Worten und sanft in ihrem Umgang miteinander :)) LG und einen sanften Tag ;)

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