Samstag, 23. Januar 2016

Jetzt war ich bereit!!

Tja, eigentlich war es nur als Blog gedacht ...

Aber jetzt, wo ich fertig bin, finde ich,



... es könnte auch eine prima Einleitung für einen Roman sein ...

Irgendwie ist es doch ein spannendes Thema ...
Oder was meint IHR?
Viel Spaß!
Ich musste abhauen …
Einfach auf und davon! Nichts hören, nichts sehen und schon gar nicht an etwas denken …
Wohin ich wollte? Ich wusste es vom ersten Augenblick an … UND obwohl ich wusste, dass dieser Ort, nicht der geeignete Ort, für mein Vorhaben sein würde, fuhr ich los …
Ich brauchte mein Meer, meinen Strand, meine Umgebung … Ja, ich brauchte meine Insel … Nur hier, so wusste ich, konnte ich die Entscheidung treffen, die meinem Leben eine weitere Wendung geben könnte …
Nur hier war ich frei, zumindest glaubte ich, dass ich lediglich hier in der Lage sein würde, meine Gedanken sortieren zu können und ich mir alle falschen Gedanken, vom Wind aus meinem Gehirn pusten lassen konnte.
Als ich im Zug saß und meine Gedanken immer wieder, um die Selbe Person kreisten, fasste ich einen Entschluss.
Ich musste etwas unternehmen, was ich eigentlich nicht wollte, was ich auch nicht konnte und doch nahm ich all meine Kraft zusammen und löschte eine Nummer aus meinem Handy.
Jetzt konnte ich damit beginnen, wieder glücklich zu werden. Nur so hatte ich die Chance, mit mir ins Reine zu kommen.
Zumindest hoffte ich es, da ich ab diesem Moment, keinen Kontakt mehr zu Ina aufnehmen konnte.
Ina hatte einen anderen Mann kennengelernt.
Doch, auch wenn unsere Zeit, leider schon seit einigen Monaten, keine gemeinsame Zeit mehr war, versetzte mich diese Nachricht in eine Art Schockzustand.
Ich hatte noch immer meine Träume. Mein Ziel konnte ich ganz deutlich erkennen. Die beiden Menschen, die ich in meinen Gedanken, am Ende vom Horizont, Hand in Hand, in eine gemeinsame Zukunft gehen sah, waren Ina und ich.
Aber ab heute würde es sich ändern!
Von nun an war Schluss damit. Ich hatte den letzten, notwendigen Schritt gemacht und Ina aus meinem Handy gelöscht.
Nachdem ich meinen Koffer in der Ferienwohnung abgestellt hatte, machte ich mich sofort auf den Weg zum Strand.
Mit jedem Schritt, der mich näher zum Strandübergang brachte, klopfe mein Herz etwas stärker. Ich musste nur noch ein paar Meter über die Promenade machen, um anschließend die Holztreppe hinunter zum Strand zu gehen.
Doch ich blieb wie versteinert auf der ersten Stufe stehen. Ich konnte nicht weiter. Es war bis vor kurzer Zeit noch unser Strand. Es war unsere Insel, auf der ich mich in diesem Moment befand.
Meine Gefühle spielten verrückt und obwohl ich dagegen an kämpfte, hatte ich keine Chance. Meine Tränen liefen und ich war froh darüber, eine Sonnenbrille zu tragen.
Erst, als mich jemand ansprach, da ich dabei war, einen Stau zu verursachen, ging ich die Holzstufen hinab.
Ich steckte meine Badelatschen in die hintere Hosentasche meiner Jeans und ging hinunter zum Meer.
Der Sand zwischen meinen Füßen fühlte sich warm und weich an. Ich musste sofort an Ina und ihre zarte Haut denken, da ich es immer genoss, ihre Haut zu spüren.
Es war ein Gefühl, wie Zuhause zu sein und doch hörten meine Tränen nicht auf zu laufen. Ich war auf Sylt. Auf der Insel, die unendlich viele Jahre, die Insel von mir und meinen Eltern gewesen ist. An dem Ort, der nach dem Tod meiner Eltern, mein Ort wurde und der vor gar nicht langer Zeit, eine noch tiefere Bedeutung für mich bekommen hatte.
Es war im September des letzten Jahres, als aus meiner Insel, unsere Insel geworden war. Die Insel gab es noch immer. Mich gab es noch immer und Ina gab es auch noch.
Aber leider hatten wir es nicht geschafft, dass Sylt noch immer unsere Insel war.
Mit den Füßen im flachen Wasser machte ich mich auf den Weg nach Wenningstedt. Doch, als ich in der Ferne, das neue Restaurant von Gosch erblickte, blieb ich stehen. Dort hatte ich mit Ina gesessen. Wieder holte mich meine Erinnerung ein.
Auf dem Rückweg waren meine Tränen getrocknet. Ob ich mich beruhigt hatte, oder ob ich einfach nur keine Tränenflüssigkeit mehr hatte, diese Frage konnte ich mir nicht beantworten.
Ich wusste nur, dass ich eine Aufgabe zu erledigen hatte.
Ja, ich war mir sicher, dass ich jetzt und hier starten musste. Meine Insel hatte mir, in kürzester Zeit, meine Frage beantwortet. Komisch fand ich allerdings, dass es eine Frage war, die ich mir, so glaubte ich zumindest, gar nicht gestellt hatte.
Meine Hosenbeine waren klitschenass, als ich wieder in Westerland angekommen war. Doch ich konnte den Strand noch nicht verlassen.
Das Wellenspiel beruhigte mich. Oder lag es daran, dass ich seit wenigen Augenblicken wusste, was ich zu machen hatte?
Woran auch immer es gelegen haben mag, ich fühlte mich besser.
Ganz automatisch, glitt meine Zunge über die Lippen. Ich konnte das Salz schmecken, das sich, hier unten am Meer, auf meine Lippen gelegt hatte.
Ich tat es ein weiteres Mal und sog dieses wunderschöne Gefühl ganz tief in mich auf.
Jetzt war ich bereit!!


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