Freitag, 4. Dezember 2015

Freitag, Freude schenken

Geschenke!

Jeder liebt es Geschenke zu bekommen.

Außerdem behaupte ich, dass es jeder liebt zu schenken.
Warum? Weil man sich über die Freude des anderen freut.

Zumindest mir geht es so. Für mich ist es ein viel größeres Geschenk, mich über die Freude eines anderen zu freuen, als selber Geschenke zu bekommen.
Selbstverständlich ist es toll, wenn unter dem Weihnachtsbaum auch etwas für mich steht. Sehr viel schöner sind jedoch die strahlenden Augen der anderen, die sich darüber freuen, dass dort etwas für sie steht.


Freude schenken muss aber nichts mit materiellen Dingen zu tun haben.
Ein kleines Zettelchen, eine Muschel, ein selbstgemaltes Bild, ein Stein und viele andere ähnliche Dinge, machen mir sehr viel mehr Freude.
Wenn ich ein solches Geschenk bekomme, dann weiß ich, dass jemand an mich gedacht hat. Dass jemand genau in dem Moment, wo er diese Muschel oder diesen Stein gefunden hat, eine Verbindung zu mir hergestellt hat. Dass sich in diesem Moment bei diesem Menschen war. Dass er mich in seinen Gedanken mit auf einen Strandspaziergang genommen hat. Oder, dass ich zusammen mit ihm in einem Wald war, obwohl ich in diesem Moment viele Kilometer entfernt war.

Zusammen auf einem Weihnachtsmarkt zu sein. Spaß zu haben und eines der kostbarsten Güter überhaupt miteinander auszutauschen.
Die Zeit! Ja, die Zeit ist eines der kostbarsten Güter überhaupt und man kann sich glücklich schätzen, wenn man diese von einem anderen Menschen geschenkt bekommt. Bei einem Glühwein andere Menschen beobachten, alte Geschichten erzählen, oder einfach nur gemeinsam die Gedanken treiben lassen.
Dies ist Freude.
Aber es ist nicht nur Freude, sondern es ist Freude schenken und Freude geschenkt bekommen.

Morgens im Bett zu liegen und einen Kaffee an das selbige gebracht zu bekommen ist nicht nur großartig, sondern es macht mir auch Freude. Die andere Person hat eigentlich nichts Weltbewegendes gemacht. Sie hat Kaffee gekocht, diesen in einen Becher gegossen, für mich etwas Milch hinzu getan und mir den Becher anschließend ans Bett gebracht.
Ganz einfach. Oder?

Und doch ist dieser Moment kostbar. Ich habe in diesem Augenblick Freude geschenkt bekommen!


Wenn ich irgendwo unterwegs bin. Vielleicht am Meer, am Strand oder wo auch immer sich gerade der Ort befinden mag, an dem ich mich befinde. Sollte ich in diesem Augenblick nach meinem Handy greifen und ein Foto machen, habe ich dabei meistens einen besonderen Menschen, irgendeinen meiner Freunde, im Kopf.
Dann möchte ich die Freude, die mich in diesem Moment umgibt, mit meinen Freunden teilen. Vielleicht weil mich der Ort an ein gemeinsames Erlebnis erinnert. Eventuell, weil ich diesen Ort gemeinsam mit dieser Person besuchen möchte. Oder einfach, weil ich jemanden zeigen möchte, wie schön es hier gerade ist und dass ich an ihn denke.

Ich schicke ihm dieses Bild. Doch ich verschicke es nicht einfach nur. Ich habe Freude dabei!
Der Mensch, der wenige Augenblicke später dieses Foto von mir geschickt bekommt, wird ebenfalls Freude haben.
Ich habe ihm Freude geschenkt. Gemeinsam erleben wir diesen Moment, obwohl wir vielleicht sogar einige 100 km voneinander entfernt sind.

Verschenkt ihr auch Freude?

Und nun auf zu Daniela und ihre tanzenden Wellen ... ich bin schon ganz gespannt, was sie zu diesem Thema zu sagen hat ...

Habt nen tollen Tag!
Euer
Ben



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