Sonntag, 4. Mai 2014

Sehnsucht

Oder die Frage ...


... "Wie geht man mit ihr am besten um ...?"


Sehnsuch kann ein schreckliches Gefühl sein ... ein ganz gemeiner Lebensbegleiter ...

Diese Sehnsucht kann dir den Schlaf rauben ... dich tagsüber zur Verzweiflung bingen ... ja, sie kann dich fertig machen!!!
Trotzdem gehört sie zu unserem Leben dazu ... die Sehnsucht ist ein Gefühl -ähnlich wie die Liebe-, gegen das man keine Chance hat ... Es "lohnt" sich nicht, gegen sie zu kämpfen ... DER SIEGER STEHT BEREITS FEST ...


Aber kann man die Sehnsuch etwa akzeptieren?
"Eigentlich" nicht wirklich ... wie soll man etwas akzeptieren, was man nicht möchte ... etwas zu verstehen, was man nicht verstehen möchte, ist nahezu unmöglich ...
Verstehen kommt bekanntlich von Verstand ... und dieser Verstand wird von der Sehnsucht ausgeblendet ... Ja, sie ist stärker, größer, präsenter ...

Es gibt viele Sehnsüchte auf dieser bunten Welt ...
Gegen einige kann man tatsächlich etwas unternehmen ... wenn ich mir sehnsüchtig eine Reise wünsche, kann ich beginnen zu sparen ... wenn ich Sehnsucht nach weniger Körpergewicht habe, kann ich Sport treiben ... sollte ich mich verändern wollen, kann ich es machen ...

Doch wenn es einen Menschen gibt, der weit weg und zugleich ganz nah ist ... WAS MACHE ICH DANN?
Wenn man diesen Menschen bei sich haben möchte ... wenn einem die Nähe fehlt ... wenn seine Augen nur noch auf Erinnerungs-Fotos für dich strahlen ... wenn sein Lachen, nur noch auf den Bildern in deinem Kopf, für dich vorhanden ist ...
WAS DANN?

Klar ... auf gehts ... ins Auto steigen und schon ist man wenige Stunden später da ...
Wenn es so einfach wäre, würden die Menschen, die dieses Sehnsuchts-Gefühl in sich tragen, es doch sofort machen ...
Aber es gibt diese "Grenzen" ... diese "Probleme" ... diese unüberwindbar erscheinenden "Tatsachen", die dagegen sprechen ...


Vielleicht sind es für Außenstehende Personen NICHTIGKEITEN ... Wahrscheinlich denken andere Menschen "Wenn man sich liebt, dann macht man es trotzdem ..."
Aber es spielt schließlich auch die Verantwortung mit ...

Ja, die Verantwortung kann dafür sorgen, dass man Dinge nicht macht, die man machen möchte ...
Ihr versteht nicht, worauf ich hinaus möchte ...?
Man hat Verantwortung für ein Kind ... für seine Eltern vielleicht ... für sich selbst sowieso ...
UND MAN HAT AUCH VERANTWORTUNG FÜR DEN MENSCHEN DEN MAN LIEBT ...
Gewinnt hier etwa der Kopf gegen das Herz ...? Vielleicht???
Muss es so sein ...? Vielleicht???
Ist es richtig, auf etwas zu verzichten, wonach man doch solche Sehnsucht hat ...? Vielleicht???

Vielleicht ... Vielleicht ... Vielleicht ...
Dieses Wort könnte bedeuten, dass man sich nicht sicher ist ... Nicht sicher, was der richtige Weg ist ...

Aber kann man sein Leben über den Haufen werfen, wenn diese ganzen "Vielleicht" noch im Spiel sind?
Darf man den Menschen, nach dem man Sehnsucht hat, ein Vielleicht-Leben bieten ...?
Ich fände es nicht fair!


Allerdings muss ich zugeben, dass die Sehnsucht dafür sorgen kann, einige "VIELLEICHT" abzubauen ...
Die Sehnsucht kann es schaffen, dass die Kopf-Gefühle kleiner werden und die Herz-Gefühle (die mir sowieso sehr viel lieber sind) wieder die Steuerungs-Funktion übernehmen ...

Vielleicht benötigt man dafür nur mehr Zeit, als es einem LIEB ist ...!?!

Aber wie geht man denn nun am BESTEN mit der Sehnsucht um ...?
Ich würde sagen, man sollte sie genießen ... auch wenn es unmöglich erscheint !!!
Ja, genießt diese verflixte Sehnsucht ... Denn "eigentlich" sagt sie uns doch lediglich, was wir uns WÜNSCHEN ...

Was meint ihr?


Habt einen besonderen Tag

Euer

Ben

1 Kommentar:

  1. Sehn-Sucht wird ein besserer Wegbegleiter, wenn du das Wort in seinen Einzelbestandteilen zerlegt hinterfragst. Sie ist ein Sehnen das sucht, und nicht selten das, was in Menschenform nur deshalb fehlt, weil dieser Mensch hat, was Dir im Inneren fehlt. Sehnsucht ist Mangel - aber macht dich im positiven auf etwas aufmerksam.

    Lass Dir eine kleine Geschichte erzählen, die noch ganz frisch ist: 2004 habe ich den Kontakt zu einem meiner besten Freunde verloren. Von einem Tag auf den anderen. Weg - einfach weg. Ich habe nie wirklich aufgehört, nach ihm zu suchen, nie wirklich aufgehört, ihn zu vermissen, mich nach ihm zu sehnen, ihn zu suchen. Vor wenigen Wochen fand ich ihn bei Facebook wieder und gestern haben wir das erste Mal nach 10 Jahren wieder telefoniert - und miteinander gesprochen als wäre einer von uns einfach in Urlaub gewesen. SO SCHÖN! Wir wissen, es wird nicht das letzte Telefonat gewesen sein und wir wissen, wir werden uns wiedersehen ... und eine große Lücke in meinem Leben hat sich gestern geschlossen. Weil ich 10 Jahre lang einfach meiner Sehnsucht gefolgt bin und nie aufgehört habe, nach dem zu suchen, der fehlt! Oder: Wie Bianca in "Niemandsland" schreibt: Wen brauchst du? Wer fehlt? Und wer kann helfen? ;)

    Hab einen tollen Tag!

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