Samstag, 23. März 2019

Schreiben!

Ist etwas TOLLES :-)

Findet ihr auch?





Schreiben 


Einige Getränke später hatten die Mädels die Idee, in die Stadt zu fahren, genauer gesagt, nach Westerland. Manu wollte ihren Freundinnen die Kneipen dort zeigen und wir sollten dabei sein. Nachdem Carlos meinte, dass er keine Lust hatte und bald in die Federn wollte, um morgen für die nächste Fotostory fit zu sein, lehnte auch Franky dankend ab. Er musste heute noch am Computer die Bilder auswerten und sortieren.

Ohne meine Freunde hatte ich auch keine Lust. Es wartete auch noch Arbeit auf mich. Ich hatte vorhin eine Erinnerungsnachricht vom Verlag erhalten und mein schlechtes Gewissen hatte mich eingeholt. Der Abgabetermin für die Fortsetzung meiner „Männertour – Umzug nach Sylt!“ kam in großen Schritten näher.

So richtig ernst nahmen die Mädels uns nicht. Erst in dem Augenblick, als sie bereits fertig umgezogen vor uns standen, begriffen sie, dass wir es wirklich ernst meinten.



Mit einer Flunsch zogen sie von dannen und warfen uns noch ein

„Es gibt auch noch andere attraktive Männer …!“ aus der Entfernung zu.

„Danke für das Kompliment“, rief ich zurück.

Erst jetzt kapierten sie, was sie eben gesagt hatten.



Carlos zog es tatsächlich direkt ins Bett, und da Franky schon dabei war, seinen Computer zu starten und die Speicherkarte einzuführen, hatte auch ich leider keine Ausrede mehr.

Ich erinnerte mich an Rügen und daran, wie ich dort in der Nacht am Strand saß und schrieb. Während ich im Wohnmobil stand und mir eine Kanne mit Tee zubereitete, fragte mich Carlos:

„Was machst du?“ Doch anstatt eine blöde Antwort zu geben, sagte ich:

„Ich gehe runter ans Wasser.“

„Zum Schreiben?“

„Ja.“

„Zieh etwas Warmes an!“ Es war immer wieder niedlich, wie sich meine Freunde um mich sorgten.

„Klar. Ich hoffe, dass ich einen einigermaßen windgeschützten Platz finde.“



Mit der Thermoskanne in der einen und meinem Notebook in der anderen Hand machte ich mich auf den Weg. Eine Wolldecke klemmte unter meinem Arm, und als ich gerade das Wohnmobil verlassen hatte, hörte ich Carlos rufen,

„Nick.“

„Ja.“ Ich blieb stehen und drehte mich herum.

„Viel Glück und gute Einfälle.“

„Danke. Schlaf gut!“

Auch Franky wünschte mir noch viele gute Einfälle, und schon war ich in der Dunkelheit verschwunden.

Als ich am Strand angekommen war, ging ich ein Stück nach links und fand tatsächlich eine kleine Nische.

Zwischen den Dünengräsern war eine kleine Mulde, die gerade groß genug für mich war. Ein richtig schöner und windgeschützter Platz, der wie für mich geschaffen schien. Ich legte meine Decke hinein und stellte die Kanne ab. Noch während mein Notebook hochfuhr, goss ich mir den ersten Becher Tee ein und setzte mich hin.



Sterne waren nicht zu sehen und trotzdem war es ein tolles Gefühl, hier zu sitzen.

„Ich schreibe die Wolken einfach weg!“, rief ich dem dunklen Himmel entgegen und lachte über mich selbst.

Meine Uhr lag im Wohnmobil und mein Handy wahrscheinlich genau daneben. Ich hatte keinen Schimmer, wie spät es war, und wieder einmal wurde mir bewusst, dass das Leben zeitlos sehr viel schöner war. Ich griff nach der Kanne, um mir Tee nachzuschenken und staunte, dass nur noch ein halber Becher darin war ...

Schnell stellte ich den Becher wieder in den Sand zurück. Ich wollte meine Ideen nicht vergessen und schon flogen meine Finger über die Tastatur.

Donnerstag, 21. März 2019

Das / unser Vertrauen


Wer gibt mir Recht, dass das Vertrauen wahrscheinlich der Punkt ist, auf den alle anderen Punkte aufgebaut werden?

Was auf dieser Welt würde es ohne Vertrauen geben? Gar nichts!

Häufig wird unser Vertrauen von einigen Menschen ausgenutzt. Manchmal in kleiner Form. Leider aber auch sehr häufig im großen Umfang!

Ich möchte gar nicht in die Politik, Wirtschaft oder andere Zweige einsteigen. Nein, ich bleibe bei uns. Bei uns „Normalen“ und unserer kleinen Welt!

Was denken sich Menschen eigentlich dabei, wenn sie das in sie gesetzte Vertrauen einfach missbrauchen? Ich hoffe mal gar nichts! Wenn sie nämlich dabei auch noch denken würden, wäre es noch eine Stufe schlimmer.

Eine Freundschaft kann nur bestehen, wenn gegenseitiges Vertrauen aufgebaut wird. Ohne Vertrauen kann es keine Freundschaft geben.

Zumindest keine wahre!

Die Fragen die ich mir stelle sind allerdings:

Ab wann hat man zu einem anderen Menschen Vertrauen?

Wie entsteht das Gefühl Vertrauen zwischen zwei Menschen? Kommt es bei beiden gleichzeitig an?

Warum missbraucht man das Vertrauen eines anderen Menschen? Kann Vertrauen nur entstehen, wenn auch Liebe im Spiel ist?

Gute Fragen. Finde ich zumindest!



Aus meiner Sicht muss Vertrauen langsam aufgebaut werden. Wenn man zeitgleich auch noch in diesen Menschen verliebt ist, muss man beim Vertrauen noch etwas vorsichtiger sein. Ansonsten läuft man BLIND VOR LIEBE schnell in eine gemeine „Falle“.

Man gibt sehr viel mehr und auch sehr viel „Blinder“, wenn man verliebt ist. Wenn man einem anderen Menschen unbedingt zeigen möchte, wie viel er einem bedeutet! Aber wann genau das Gefühl von Vertrauen entsteht, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist es dann da, wenn man das Gefühl hat, sich geborgen zu fühlen. Wenn man sehr gerne mit einem Menschen zusammen ist. Das Vertrauen muss aber nicht gleichzeitig bei beiden Menschen auftreten. Ich behaupte sogar, dass es häufig vorkommt, dass nur eine Person der anderen vertraut.

Warum? Weil einige Menschen vom Leben geprägt wurden und eventuell Dinge erlebt haben, die das Vertrauen in andere Menschen zerstört haben.

Was macht man dann? Entweder damit leben, dass einem nicht vertraut wird, oder aber einen Schlussstrich ziehen. Ich persönlich würde wahrscheinlich die zweite Variante wählen, da ich mir eine Partnerschaft / Freundschaft ohne Vertrauen nicht vorstellen kann!

Ich glaube, VERTRAUEN und LIEBE gehören eng zusammen. Zumindest ist es einfacher das Vertrauen aufzubauen, wenn auch Liebe im Spiel ist. Was nicht bedeuten soll, dass Vertrauen nur bei Paaren auftritt.

Aber ist es nicht so, dass bei einer Freundschaft auch Liebe im Spiel ist? Liebe auf einer anderen Ebene. ABER HALT DOCH LIEBE.

Doch, was erlauben sich einige Menschen? Wie kommen einige unserer Mitbürger auf die Idee, unser Vertrauen einfach fiese auszunutzen? Warum machen Menschen Dinge, die sich nicht gehören? Weshalb sind einige Personen so dreist und nutzen das Vertrauen aus, dass ihnen von einem anderen Menschen geschenkt wurde?

Es ist schon schlimm genug es bei „Fremden“ zu machen. Doch es gibt auch Personen, die das Vertrauen eines Menschen ausnutzen, mit dem sie einen gemeinsamen Weg gegangen sind.

HALLO GEHT`S NOCH?

Stellt euch mal vor, ihr seid in einer Beziehung und leiht der Person, die ihr liebt und der ihr vertraut, Geld. Egal welche Summe. Natürlich ohne etwas Schriftliches aufzusetzen. Das ist ja nicht notwendig, da man sich vertraut. Tja, und dann ist die Beziehung beendet und statt Geld kommen dumme Worte, blöde Ausreden und Hass zurück.

Wie heißt dieser blöde Satz:

„Das Vertrauen wurde ausgenutzt.“

Aber ich möchte diesen Text nicht mit den Idioten dieser Welt beenden. Nicht mit diesen Menschen, die das Vertrauen anderer ausnutzen oder ausgenutzt haben.

DAS HABEN SIE NICHT VERDIENT!

Nein, ich möchte mich bei allen bedanken, die Vertrauen in mich setzen. Ich hoffe, ich werde euch nie enttäuschen Und wenn ich es mal mache, war es ganz sicher keine böse Absicht von mir!

Das Vertrauen ist etwas Schönes. Es ist neben der Liebe und der Zeit, wahrscheinlich das schönste Geschenk, das man von anderen Menschen erhalten kann! Seid stolz darauf, wenn euch jemand vertraut. Versucht ebenfalls Vertrauen zu schenken. Aber nur Echtes. Vertrauen vorspielen, wenn es nicht da ist, ist nämlich auch blöd.

Ups, da hätte ich doch fast das Wichtigste vergessen.

Vertraut euch auch selbst! Es hört sich so einfach an und doch ist es sehr schwierig! Vertraut euren Wegen und vertraut euren Ideen. Lasst andere ruhig sagen „Was Du da vor hast ist Quatsch!“ Lasst sie reden und geht euren Weg. Dieser Weg kann ein falscher Weg sein. Aber das findet ihr nur heraus, wenn ihr diesen/euren Weg auch geht und großes Vertrauen in euch selbst habt!

Ihr werdet sehen, mit Vertrauen in sich selbst ist das Leben um einiges einfacher.

Und wenn ich EUCH einen Tipp geben darf:

Auch wenn IHR jemanden VERTRAUT oder jemanden LIEBT. Lasst das Geld aus dem Spiel.

Montag, 18. März 2019

Ein neues Leben


Immer wieder höre ich diese Sätze:

„Ach manno, wenn ich nur ein neues Leben starten könnte.“

Oder aber auch.

„Ich habe ein neues Leben begonnen.“

Hut ab. Was einige Menschen doch so alles können / wollen! Ich persönlich habe noch niemanden kennengelernt, der ein neues Leben begonnen hat.

Aber ich bin natürlich auch kein Maßstab, ich bin lediglich ich.

Noch ein ABER:

Aber, ich würde auch gar kein neues Leben beginnen wollen. Dafür bin ich viel zu neugierig, was mich noch so alles erwartet. Wenn ich jetzt einfach ein neues Leben beginnen würde, müsste ich ja alles nochmals machen. Wahrscheinlich würde ich Dussel sogar dieselben Fehler ein weiteres Mal begehen.

Nein, ich würde mein Leben lediglich ändern wollen. Ich gebe doch nicht all mein „teuer erkauftes“ Lehrgeld wieder her. Wenn ich in ein neues Leben starte, würde doch aus dem Lehrgeld ein Leergeld werden. Nein, dafür bin ich zu viele Wege gelaufen, die mir nicht gut getan haben. Die mir sogar wehgetan haben.

ABER AUS DENEN ICH GELERNT HABE und auf die ich nicht verzichten möchte.

Ein neues Leben beginnen wollen:

Aus meiner Sicht würde dies bedeuten, dass mein bisheriges Leben komplett Scheiße war. Ganz ehrlich, ich glaube, dass von keinem Menschen das Leben komplett Scheiße war. Man muss nur die Augen offen halten. Manchmal hart zu sich sein, sich Allerdings auch selbst belohnen können.

Ich habe selbst einige Dinge in meinem Leben geändert. Manchmal tat es mir gut. Ab und an tat es weh. Manche Sachen zu ändern war sehr leicht. Andere dafür umso schwieriger. Aber was gemacht werden musste, habe ich getan.

Was nützt mir ein sicherer und gut bezahlter Job, wenn ich meine Arbeit nicht mag. Sie mir einfach keinen Spaß macht.

Was nützt mir ein großes Haus, eine Ehe und ein megatolles Auto, wenn ich mich nicht mit diesem Leben identifizieren kann? Wenn ich andere Dinge machen möchte. Wenn mir glücklich sein wertvoller ist, als materielle Sicherheit.

Klar braucht man Geld, um zu leben. Selbstverständlich darf man keinen anderen Menschen auf der Tasche liegen (meine Einstellung ist zumindest so). Aber was ist wichtiger? Ein volles Konto oder ein erfülltes Leben? Was ist wichtiger? Das Leben zu genießen, oder sich von einem vollen Konto blenden zu lassen?

Wahrscheinlich gibt es hier unterschiedliche Meinungen. Ganz bestimmt sogar!

Aber ich habe für mich entschieden, dass mir ein Kaffee aus einem Pappbecher am Strand besser schmeckt, als einer für viel Geld in einem Café.

Aber auch am Strand, mit einem Kaffee in der Hand, beginne ich kein neues Leben. Nein, ich gehe einen neuen Weg. Einen Weg der besser für mich ist. Besser für mich und ebenfalls besser für mein bisheriges Umfeld. Ich starte neu in mein geändertes Leben.

Nicht in ein NEUES.

Zumindest sehe ich es so. Aber ihr dürft gerne eine eigene Meinung dazu haben.

Donnerstag, 14. März 2019

Unser Weg


... ist das Ziel.

Sehr häufig höre ich diesen Satz und wisst ihr was, ich habe ihn garantiert auch schon selbst einige Male benutzt.

Doch nun sitze ich heute am frühen Morgen, mit meinem Kaffeebecher in der Hand im Bett und wie aus dem Nichts, schießt mir dieser Satz in den Kopf.

„Der Weg ist das Ziel“

Warum auch immer es so sein mag, heute stelle ich diesen Satz in Frage. Nein, ich Zweifel nicht an ihm. Aber ich mache mir zumindest Gedanken darüber.

Bedeutet dieser Satz, dass man keine festen Ziele haben darf? Dass man lediglich einen groben Weg einschlagen sollte und sich überraschen lassen muss, wo man irgendwann landen wird? Dass man vielleicht sogar einen großen einen Fehler macht, wenn man einem Ziel hinterher läuft? Bedeutet der Satz, dass man schon einen Weg verfolgen soll, sich dabei aber nicht zu sehr auf das (auf ein festes) Ziel fixieren darf.

Man kann eine ganze Menge hineininterpretieren.

Wie seht ihr diesen Satz?

Meint ihr, dass dieser Satz so funktioniert, wie er ausgesprochen wird? Wie macht ihr es? Auf welche Art versucht ihr, eure Ziele zu erreichen?

Ich hatte schon einige Ziele in meinem Leben und ich habe tatsächlich einige von ihnen erreicht. Zum Glück blieben mir allerdings auch Ziele verwehrt. Heute weiß ich, dass es gut so war, auch wenn ich damals ziemlich unglücklich darüber gewesen bin.

Ich glaube zu wissen, dass ich diese Ziele aus einem ganz entscheidenden Grund nicht erreicht habe.

Auf dem Wege dorthin waren mir plötzlich andere Ziele wichtiger. Ich habe Umwege gemacht, habe dort angehalten, wo ich eigentlich nicht anhalten wollte. Bin weiter gegangen, obwohl ich eigentlich vorhatte, einen Stopp einzulegen.

Und jetzt, wo ich diese Worte geschrieben habe. Jetzt wo ich meinen Text vor der Nase habe. Ja, jetzt wird mir eindeutig bewusst, dass dieser Satz der richtige Satz ist.

Der Weg ist das Ziel.

Nur so findet man die Dinge, die man eigentlich gar nicht gesucht und doch gefunden hat.

Montag, 11. März 2019

Das Meer beruhigt


… weil es sich bewegt

Ist es ein Widerspruch in sich?

Ich glaube nein! Tatsächlich würde mich interessieren, wie viele Stunden meines Lebens, ich bereits am Meer verbracht habe. Und noch mehr würde mich interessieren, wie groß die Anzahl der Stunden ist, in denen ich einfach irgendwo gesessen habe und mein Blick dabei aufs Meer gerichtet war.

Ich werde es nicht herausfinden. Da ich erstens kein Fan von irgendwelchen Statistiken bin und es zweitens, eigentlich auch total uninteressant ist.

Das Meer ist eines der größten Wunder überhaupt. Zumindest für mich, dem es egal ist, welche Wunder offiziell als Weltwunder betitelt werden. Es gibt unendlich viele Gewässer auf unserer Welt. Doch die Meere haben eine riesige Faszination auf mich. Wobei es mir egal ist, an welchem Meer ich mich gerade befinde. Wenn ich mir jetzt zwei unserer Meere herauspicken müsste, würde ich die wählen, an denen ich die meiste Zeit in meinem Leben verbracht habe. Meine geliebte Nordsee und die Ostsee. Ich mag es, an einen der kleinen Orte an der Ostsee zu sitzen und meine Blickrichtung zum Meer zu richten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Meeren ist für mich trotzdem sehr deutlich. An der Ostsee bleibe ich nicht so lange sitzen, sondern kann mich auch der Länge nach in den Sand legen und schlafen.

Bei der Nordsee ist es anders. Um dort am Strand schlafen zu können, muss ich schon eine durchfeierten Nacht hinter mir habe. Länger als wenige Minuten kann ich meinen Blick nicht von der Nordsee entfernen. Der Grund ist ganz einfach! Die Nordsee ist ständig anders. Sie ist unruhiger und bietet mir eine Vielzahl von unterschiedlichen Facetten. Sie sieht immer wieder anders aus und zeigt nicht nur mir, sondern auch allen anderen Urlaubern, eine besondere Vielfalt von unterschiedlichen Bildern. Von Bildern, die ich in meinem Herzen und meinen Gedanken speichere und von denen ich, bis zu meinem nächsten Besuch an der Nordsee, zehren kann

Warum es so ist?

Um die Antwort zu geben, kann ich direkt zu der heutigen Überschrift zurückkehren.

„Das Meer beruhigt, weil es sich bewegt!“

Jede noch so kleine Welle bietet mir eine andere Sichtweise. Mit jeder Welle „schwimmen“ neue Gedanken durch meinen Kopf. Jeder Windstoß, der das Meer verändert, lässt neue Gefühle in mir aufkommen. Dieses auf und ab der Wellen. Dieses Gefühl von Ebbe und Flut. Der Drang nach Freiheit und die Gedanken der Sehnsucht, lassen mich glücklich sein.

Ich glaube daran, dass ich all dies nur erleben kann, weil das Meer mich im tiefsten Inneren beruhigt. Es beruhigt mich, obwohl es sich bewegt.

Das Meer ist so, wie wir Menschen sein sollten. Stillstand ist Rückschritt und der Rückschritt ist etwas, was keinem gut tut.

Mit jeder unserer Bewegungen werden wir stärker. Wir können nur leben und Dinge erleben, wenn wir in Bewegung bleiben.



Das Meer ist mein Vorbild. Es zeigt mir welche Kraft und Möglichkeiten wir besitzen können, wenn wir es nur wollen. Mit seiner ureigenen Kraft zeigt uns das Meer in manchen Augenblicken, wozu es in der Lage ist. Wir können es nicht stoppen. Auch wenn wir uns manchmal über den Schaden ärgern, den das Meer angerichtet hat, sollten wir es hinnehmen und unsere Schlüsse daraus ziehen. Egal was wir versuchen, ein Meer zu stoppen ist nicht möglich!

Warum es so ist?

Weil es sich bewegt!

Wenn wir uns bewegen, können wir beruhigt in die Zukunft schauen. Wir können es, da wir wissen, dass wir alles erreichen werden, wenn wir es wirklich wollen.

„Das Meer beruhigt, weil es sich bewegt!“

Meine Meinung ist, dass dieser Satz eine wunderschöne Bedeutung in sich verbirgt. Das Meer beruhigt wenn wir es beobachten. Wenn wir die Schönheit der Bewegung erkennen, diese akzeptieren und mit ihr leben.

Wenn wir das Meer als Vorbild nutzen. Wenn wir unser Leben ebenso leben wie das Meer es uns vorlebt. Dann können wir beruhigt sein.

Beruhigt, weil wir ein bewegtes Leben vor uns haben werden.

Was gibt es schöneres, als dieses Wissen in uns zu haben?!

Donnerstag, 7. März 2019

Auszeit(en)


Wie jetzt? Man kann doch nicht einfach eine Auszeit nehmen!

Warum nicht? Klar kann man. Zumindest dann, wenn man es wirklich möchte?

Nur weil es nicht der Norm entspricht, muss es nicht falsch sein! Wenn andere meinen, dass sich eine Auszeit nicht gehört, weil sie der Meinung sind, dass es etwas mit sich (ver)drücken zu tun hat, muss ich es nicht auch für falsch halten!

Ich glaube sogar, dass eine Auszeit etwas Befreiendes hat. Es muss ja nicht gleich der Jakobsweg oder Australien sein. Auch nicht eine einsame Insel, die sich irgendwo am anderen Ende der Welt befindet.

Wobei, eine einsame Insel?

Hm, vielleicht doch. Aber sie muss gar nicht gleich weit weg sein!

Eine Hallig vielleicht? Irgendwo in der Nordsee. An einem Ort, wo niemand hinkommt. Außer den »Einheimischen« ist dort niemand. Also, außer den Einheimischen und mir. Zu einer Jahreszeit dorthin gehen, wenn es keine anderen Touristen dort gibt. Keinen Fernseher, kein Luxus und kein Handy. Einfach alleine mit sich und der Natur sein. Die Gedanken tragen uns dorthin, wo man sein möchte. Nicht dorthin, wo man sein muss.

Keine Entscheidungen treffen müssen. Keine Vorgaben haben. Einfach das tun, wonach einem in diesem Moment ist. Nicht überlegen müssen, ob es gut oder schlecht ist. Niemandem Rechenschaft ablegen müssen. Nicht zu fragen müssen, ob es okay für die Anderen ist. Keine Kompromisse eingehen müssen. Für niemanden erreichbar sein, wenn man es nicht möchte! Weg von SMS, Email, WhatsApp, Internet und dem Telefon.

Der Natur zuhören, was sie zu berichten hat. Dem Meer lauschen, mit den Sternen reden, dem Mond ansehen und dem Wind zuhören. Ja, den Sand fühlen und den Wolken zusehen. Zu schreiben, wenn man es möchte. Zu schlafen, wenn man es will, auch wenn es am Nachmittag ist. Sich die Zeit nicht diktieren lassen, sondern der Zeit seinen Ablauf aufdrücken.

Nennt man so was Selbstfindung?

Für mich ist es keine. Gefunden habe ich mich bereits seit langer Zeit.

Nennt man so was Aussteigen?

Nein, ich bin schon lange ausgestiegen.

Aber wie nennt man es denn dann?

Ich würde es Freiheit nennen!

Kennt IHR dieses Gefühl, einfach mal die „Biege“ machen zu wollen? Oder habt ihr es sogar schon einmal gemacht? Wie lange würdet IHR es an einem solchen einsamen Ort aushalten? Würdet Ihr es überhaupt aushalten? Ich glaube, ich könnte es!

Immerhin mag ich mich und bin gerne mit mir alleine.

Montag, 4. März 2019

Muss man wirklich


... in allen Sätzen etwas Negatives suchen?



Klar, wenn man lange genug sucht, wird man in jedem Satz einen negativ belegten Touch finden.

Aber es liegt ganz sicher nicht an dem Menschen, der den Satz gesagt hat (Idioten jetzt mal ausgeklammert). Nein, wenn wir in schönen Sätzen den negativen Aspekt suchen wollen, werden wir ihn auch finden!



„Es ist schön, mit dir zu reden.“

Was für ein tolles Kompliment wären meine Gedanken, wenn mir dieser Satz gesagt werden würde.

Leider habe ich aber auch schon mitbekommen, dass Menschen anders denken.

„Der mag nur mit mir reden. Mag er mich ansonsten nicht?“



„Wow, du hast tolle Lippen!“

Auch ein tolles Kompliment.

Doch wenn man denkt:

„Warum werde ich auf meine Lippen reduziert?“,

kann man ein solches Kompliment ebenfalls abwerten!



„Ich bin glücklich, dass es dich in meinem Leben gibt!“

Geht mehr? Kann man einen größeren Satz gesagt bekommen?

Und doch wette ich darauf, dass einige denken werden:

„Warum sagt er nicht, dass er mich liebt?“



Haben einige Menschen nicht gelernt, mit Komplimenten umzugehen? Haben andere Menschen ihnen zu häufig etwas angetan?

Oder gibt es keine „nur“ schönen Komplimente in ihrem Leben? Muss es sofort ein gigantisches Kompliment sein?



Tatsächlich finde ich keine - FÜR MICH LOGISCHE - Antwort auf die Frage. Ich kann mir selbst nicht beantworten, weshalb einige Menschen so reagieren.

Wie soll ich euch also eine passende Antwort darauf geben?

Klar, eine Vermutung habe ich. Ob diese Vermutung richtig ist? Keine Ahnung!



Was ich aber weiß. Wenn meine Vermutung stimmt, ist sie hart. Zumindest für die Menschen, auf die meine Vermutung zutrifft.



Diese Menschen haben kein Vertrauen. Weder in sich noch in andere!