Montag, 16. Juli 2018

Sind Gedanken ohne Inhalte ... eigentlich echte Gedanken?

Nein!

Allerdings stelle ich mir eine ganz andere Frage.

Geht es überhaupt, Gedanken ohne Inhalte zu haben?

Was sollen Gedanken ohne Inhalte sein? Alle unsere Gedanken können nur stattfinden wenn wir über irgendetwas nachdenken.
Leider ist es hierbei vollkommen egal ob wir über etwas vernünftiges, oder tatsächlich über absoluten Schwachsinn philosophieren. In dem Moment, wenn wir uns über irgendetwas Gedanken machen, haben unsere Gedanken Inhalte.


Außerdem ist die berechtigte Frage zu diesem Thema doch folgende:
Kann oder darf irgendjemand darüber urteilen, ob das worüber wir nachdenken, ein Inhalt ist. Nur weil jemand meint, dass unsere Gedanken albern oder lächerlich sind, müssen sie es noch lange nicht sein.

Selbstverständlich denke auch ich manchmal, dass einige Menschen bei ihren Texten vergessen haben ihr Gehirn einzuschalten. Tatsächlich ist es so, dass manchmal ein solcher Schwachsinn geschrieben wird, dass man von einem Gehirn im Off-Modus ausgehen muss.
Doch vielleicht liegt es weder an der Person, noch an dem, was sie geschrieben hat. Es könnte ja auch so sein, dass ich einfach zu blöd bin. Dass es an mir liegt und ich lediglich nicht verstanden habe, was diese Person ausdrücken wollte.

Da wir jetzt herausgefunden haben, dass es (zumindest aus meiner Sicht) keine Gedanken ohne Inhalte geben kann, möchte ich das Thema etwas ausweiten.
Lasst uns doch mal den Begriff „Falsche Gedanken“ etwas näher betrachten.

Wann genau sind Gedanken falsch? Gibt es jemanden, der dies beurteilen kann? Darf es jemanden geben, der die Gedanken einer anderen Person negativ bewerten sollte?
Ganz sicher hat jeder von uns es schon mal gemacht.
Jeder von uns wird andere Menschen und deren Gedanken, schon mal verurteilt haben. Wenn nicht verurteilt, dann aber zumindest, sich darüber amüsiert haben.


Was ja irgendwie auch logisch ist. Jeder von uns hat andere Interessen, lebt ein anderes Leben und hat Freude an Situation, die andere vielleicht langweilig und öde finden. Trotzdem hat dieser Mensch in diesem Moment keine Gedanken ohne Inhalte und schon gar keine falschen Gedanken.

Andere Gedanken vielleicht.
Nicht vielleicht kommt ganz sicher ist es so.

Allerdings ist es ganz sicher nichts verwerfliches, anders zu denken als die anderen.

Sonntag, 15. Juli 2018

15.07 ...

Info ;-)
Also … nur mal so !

Der 15. Juli ist der 196. Tag des gregorianischen Kalenders (der 197. in Schaltjahren), somit bleiben noch 169 Tage bis zum Jahresende. 

Und am 15. Juli 2017 war in Hamburg der Schlagermove!

Du bist schön so, wie du bist,
Auch ohne Lippenstift,
So echt, schlicht und genial.

Du bist schön so, wie du bist,
Damit du's nicht vergisst,
sag' ich's dir einfach jedes Mal.

Wenn ich dich anseh', voll Stolz,
Wie du mich anlachst oder schmollst.
All die ander'n, ja, was soll's,
Lass' sie sagen, was sie woll'n

Ich liebe das Feuer, das so stark in dir brennt,
Ich liebe dein Wasser, das mir Abkühlung schenkt,
Du bist die Erde, die mich auf dem Boden hält,
Der Wind, der mich lenkt, mein fünftes Element.

Du bist schön, so wie du bist,
Ohne Schminke im Gesicht,
Jedes Fältchen, groß und wach.

Du bist schön, so wie du bist,
Leg' die Maske auf den Tisch,
Und küss' mich, wie beim ersten Mal.

Wenn du nur dastehst, bin ich stolz,
Wie du mich anmachst, wenn du schmollst,
All die ander'n, ja, was soll's,
Lass sie sagen, was sie woll'n.

Ich liebe das Feuer, das so stark in dir brennt,
Ich liebe dein Wasser, das mir Abkühlung schenkt,
Du bist die Erde, die mich auf dem Boden hält,
Der Wind, der mich lenkt, mein fünftes Element.

Kaputte Sneaker auf Asphalt, Musik laut, bis es knallt,
Die Nachbarn klingeln sturm aber dich lässt das nur kalt.
Liest in einem Buch, während der Rest am Handy schreibt,
Am Ende bist es du, die jedes Element vereint.

Ich liebe das Feuer, das so stark in dir brennt,
Ich liebe dein Wasser, das mir Abkühlung schenkt,
Du bist die Erde, die mich auf dem Boden hält,
Der Wind, der mich lenkt, mein fünftes Element.


Benoby -Mein fünftes Element-

Freitag, 13. Juli 2018

Words ...

Eine Geschichte aus China

ich finde, WIR sollten sie einfach gelesen haben


Viel Freude dabei!

Es war einmal ein alter Mann, der zur Zeit Lao Tses in einem kleinen chinesischen Dorf lebte. Der Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn in einer kleinen Hütte am Rande des Dorfes. Ihr einziger Besitz war ein wunderschöner Hengst, um den sie von allen im Dorf beneidet wurden. Es gab schon unzählige Kaufangebote, diese wurden jedoch immer strickt abgelehnt. Das Pferd wurde bei der Erntearbeit gebraucht und es gehörte zur Familie, fast wie ein Freund.

Eines Tages war der Hengst verschwunden. Nachbarn kamen und sagten: "Du Dummkopf, warum hast du das Pferd nicht verkauft? Nun ist es weg, die Ernte ist einzubringen und du hast gar nichts mehr, weder Pferd noch Geld für einen Helfer. Was für ein Unglück!" Der alte Mann schaute sie an und sagte nur: "Unglück - Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen und kann nur vertrauen."

Das Leben musste jetzt ohne Pferd weitergehen und da gerade Erntezeit war, bedeutete das unheimliche Anstrengungen für Vater und Sohn. Es war fraglich ob sie es schaffen würden, die ganze Ernte einzubringen.

Ein paar Tage später, war der Hengst wieder da und mit ihm war ein Wildpferd gekommen, das sich dem Hengst angeschlossen hatte. Jetzt waren die Leute im Dorf begeistert. "Du hast Recht gehabt", sagten sie zu dem alten Mann. Das Unglück war in Wirklichkeit ein Glück. Dieses herrliche Wildpferd als Geschenk des Himmels, nun bist du ein reicher Mann..." Der Alte sagte nur: "Glück - Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen und kann nur vertrauen."

Die Dorfbewohner schüttelten den Kopf über den wunderlichen Alten. Warum konnte er nicht sehen, was für ein unglaubliches Glück ihm widerfahren war? Am nächsten Tag begann der Sohn des alten Mannes, das neue Wildpferd zu zähmen und zuzureiten. Beim ersten Ausritt warf ihn dieses so heftig ab, dass er sich beide Beine brach. Die Nachbarn im Dorf versammelten sich und sagten zu dem alten Mann: "Du hast Recht gehabt. Das Glück hat sich als Unglück erwiesen, dein einziger Sohn ist jetzt ein Krüppel. Und wer soll nun auf deine alten Tage für dich sorgen?' Aber der Alte blieb gelassen und sagte zu den Leuten im Dorf: "Unglück - Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen und kann nur vertrauen."

Es war jetzt alleine am alten Mann die restliche Ernte einzubringen. Zumindest war das neue Pferd soweit gezähmt, dass er es als zweites Zugtier für den Pflug nutzen konnte. Mit viel Schweiß und Arbeit bis in die Dunkelheit, sicherte er das Auskommen für sich und seinen Sohn.

Ein paar Wochen später begann ein Krieg. Der König brauchte Soldaten, und alle wehrpflichtigen jungen Männer im Dorf wurden in die Armee gezwungen. Nur den Sohn des alten Mannes holten sie nicht ab, denn den konnten sie an seinen Krücken nicht gebrauchen. "Ach, was hast du wieder für ein Glück gehabt!"' riefen die Leute im Dorf. Der Alte sagte: " Mal sehen, denn wer weiß? Aber ich vertraue darauf, dass das Glück am Ende bei dem ist, der vertrauen kann."

Habt nen tollen Tagt!
Euer
Ben


Donnerstag, 12. Juli 2018

Einhörner in Pink

Gibt es welche?

Falls ja, wo kann man sie finden?

Ja und Überall!
Was ich meine?
Das waren die Antworten auf meine eigenen Fragen.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass meine Antworten nicht ganz präzise waren. Man könnte sogar sagen, dass etwas gefehlt hat. Also, inhaltlich waren sie nicht ganz korrekt. Besser gesagt, nicht ganz ausführlich.

In unseren Träumen gibt es diese pinkfarbenen Einhörner. Es kann sie zumindest geben, wenn wir es zulassen. Wenn wir daran glauben wollen und wenn wir es wirklich richtig möchten!
In unseren Träumen können wir alles sein. Dort können wir alles erleben und erreichen. Wir können in jede Rolle schlüpfen und die größtmöglichen Abenteuer erleben.


Unsere Träume sind mit das größte, was unser Leben zu bieten hat. Mit unseren Träumen zusammen können wir auf die Reise gehen. Auf die Reise in das Abenteuerland.

Alles, was uns die Welt zu bieten hat ist ein Abenteuer.
Daher ist Reise, die Reise in unseren Träumen, unsere Reise in das Abenteuerland, eine perfekte Vorbereitung auf das "normale" Leben.
Wenn wir in unseren Träumen die pinkfarbenen Einhörner finden, können wir auch im realen Leben nach besonderen Dingen Ausschau halten.
Nur wenn wir träumen und wir auch an unsere Träume glauben, werden wir auch unsere Träume in der Normalität erreichen.


Ohne an pinkfarbene Einhörner oder andere ähnliche Dinge zu glauben, werden wir es nicht schaffen, unsere Träume zu leben!
Lasst uns unsere Träume träumen und anschließend unser Leben leben.

Und nein, nicht jeder von uns muss ab heute an diese pinkfarbenen Einhörner glauben. Auch nicht von ihnen träumen.
Sie waren lediglich ein Beispiel.
Aber wer mag, darf es trotzdem gerne machen.

Viel Spaß in der Traumwelt!

Liebe Grüße
Ben


Montag, 9. Juli 2018

Mögt ihr das?

EINMISCHUNG

Gerade eben wurde ich Zeuge einer Szene, die jeder von uns sicher kennt, schon mal erlebt hat und vielleicht auch mal "Verursacher" einer solchen war.

Zwei Frauen haben sich neben mir im Café unterhalten. Die eine hatte sich offenbar gerade getrennt und war zu ihrem neuen Freund gezogen. Nun mischte sich wohl eine Bekannte der beiden ständig ein, wie doof sie die Trennung findet, dass das nicht überlegt war etc., und äußert diesen Unmut auch öffentlich. Beide Frauen regten sich furchtbar darüber auf, dass es diese Bekannte doch rein gar nichts anginge und sie ihre Meinung auch getrost für sich behalten könnte, zumal sie sich ja auch kaum kannten.

Und was soll ich sagen - ich war ganz ihrer Meinung. Ich habe mich gefragt, was in solchen Menschen vorgeht. In Menschen, die überall ihren Senf dazu geben, wie man so schön sagt. Aber was hat eigentlich der Senf damit zu tun? Wird er durch sowas doch gleich in ein schlechtes Licht gerückt... *schmunzel* Spaß beiseite...

Ich persönlich versuche, mich in möglichst keinerlei Dinge mehr einzumischen, die mich nichts angehen, ich habe nämlich festgestellt, dass ich es umgekehrt ja auch nicht möchte - es sei denn, ich werde um meine Meinung gebeten. Aber auch dann versuche ich, mich insofern nicht einzumischen, als dass ich mich auf eine Seite stelle, sondern tue nur meine Meinung kund. Das finde ich völlig ausreichend, zumal man gefragt wurde. Denn wie es schon das Wort sagt, "MISCHT" man vielleicht auch mal Sachen durcheinander, die man gar nicht beurteilen kann, gerade WEIL man selbst nicht davon betroffen ist und nicht direkt in dieser Situation verankert ist - und auch nicht alle Fakten kennt. Keiner steckt ja in der Haut eines anderen, weiß nicht, wie derjenige fühlt und/oder warum er bestimmte Dinge tut. Insofern versuche ich seit einigen Jahren stets, ein gewisses Maß an Objektivität walten zu lassen und nur meine Meinung zu sagen - so, wie ich sie empfinde.

Wie gesagt, ungefragt würde ich mich nicht mehr einmischen. Ich finde es nicht nur anmaßend und unhöflich, so etwas zu tun, sondern gleichzeitig auch respektlos, den anderen Menschen gegenüber, wenn man sich ungefragt äußert. Das ist aber nur meine Meinung, und die muss ja nicht zwangsläufig richtig und allgemein gültig sein. :)

Aber kennt Ihr die Menschen, die sich nicht nur ungefragt in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, sondern dann auch noch massiv diese Sachen versuchen zu lenken und für ihre Zwecke nutzen zu wollen?! Menschen, die mit kleinen Wortspitzen in einer Nachricht, einem Post, einem Telefonat oder einer e-Mail meinen, sie können eine Situation verschärfen? Und das auch noch angeblich unter dem Deckmäntelchen des "Gutgemeinten"? Und dann auch noch andere Menschen damit hineinziehen, die NOCH WENIGER bis GAR NICHTS damit zu tun haben? Wie gemein und völlig unnötig, wenn ihr mich fragt.

Ich persönlich finde dies ganz doof, und wißt Ihr, warum?! Jeder sollte doch seine Dinge selbst regeln dürfen oder können. Egal, was andere Menschen davon halten! Erst recht die Menschen, die noch nicht mal Teil des Lebens sind. Man ist doch erwachsen genug, selbständig Entscheidungen zu treffen - und dann daraus zu lernen. Egal, ob es dann ein positives oder ein negatives Lernen ist. Aber man LERNT daraus! Deshalb sollte man jedem Menschen zugestehen, selbst entscheiden zu dürfen - OHNE Einmischung, OHNE Sticheleien, OHNE Warnungen - wir sind alle mündig, unsere Dinge selbst regeln zu können.

Also, warum geben die Menschen ihren Senf dann ständig überall dazu? Sticheln, weil sie glauben, dass dies ein Ziel (welches das dann auch immer sein soll) erreicht? Was geht in solchen Leuten vor? Was DENKEN sie sich bei dieser Einmischung? Gar nichts, vermutlich, sonst würden sie es ja nicht machen. Das glaube ich tatsächlich auch. Deshalb halte ich es da mit dem Lieblingsschild aus meinem Büro..."DENKEN HILFT" - und denke lieber einmal mehr nach, bevor ich etwas "zum Besten gebe", das hat sich bewährt *lach*

Und es hat sich vor allem bewährt, diesen Menschen keinerlei Bedeutung beizumessen. So halte ich es seit Jahren - und bin damit bisher gut gefahren. Es gibt nämlich in meinem EIGENEN Leben genug Sachen, in die ich mich "offiziell einmischen" darf - und bei denen andere erfreut darüber sind & es somit auch noch Spaß macht. :)

Ich habe dann bezahlt, bin aufgestanden und habe die beiden Damen angelächelt, die das Thema dann auch für sich mit folgenden Worten abschlossen: "Sie ist halt nicht die hellste Kerze auf der Torte", um sich dann auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren...ihren Kaffee *schmunzel*

Donnerstag, 5. Juli 2018

Passt das?

Liebe

und Erwartung


Die Liebe und die Erwartung begegneten sich eines Abends zufällig am Strand. Sie wollten - jeder für sich - den Sonnenuntergang genießen, saßen nebeneinander im Sand und schauten auf's Meer.

Beide könnten unterschiedlicher nicht sein.

Auf der einen Seite die Liebe, die mit ihren Eigenschaften Herz, Gefühl, Glück und Geben täglich versuchte, die Welt zu bereichern und besser zu machen, ohne bewusst etwas dafür zu verlangen.

Auf der anderen die Erwartung, die den Menschen täglich suggeriert, was sie oder andere tun sollten - und die Konsequenz, die aus diesem ihrem Handeln dann entstehen könnte.

"Sind wir eigentlich Fremde oder Freunde?", fragte die Erwartung die Liebe. "Das ist eine gute Frage", antwortete die Liebe, "ich glaube, dass wir Fremde sind, so lange du der Meinung bist, dass ICH an DICH geknüpft bin."

Die Erwartung überlegte einen Moment. "Du meinst, wir sind Fremde, weil ich glaube, dass ich ein Teil von Dir sein sollte? Warum denkst Du das?"

"Ja", antwortete die Liebe schlicht. "Ich versuche, mit viel Herz und Gefühl die Menschen dazu zu bewegen, sich zu öffnen, zu vertrauen, vor allem aber BEDINGUNGSLOS zu geben! Liebe & Gefühle OHNE DICH zu äußern, ist meiner Meinung das Schwierigste überhaupt für die Menschen. Ich werde versuchen, es Dir zu erklären.

Siehst Du das Pärchen dort drüben bei den Dünen? Schau Dir die Frau an: Sie lächelt und blickt ihn verliebt an, während er ihr liebevoll hilft, auf die Düne zu gelangen, damit sie nicht stürzt. Man erkennt, dass sich beide lieben.

Sie liebt ihn von Herzen, weil er sie glücklich macht. Tief in ihr kämpft sie jedoch ab und an mit DIR, liebe Erwartung, da sie sich von ihm natürlich wünscht, dass er sie genauso liebt, sie genauso verwöhnt, ihr genauso liebe Worte sagt & schreibt, wie sie es oft für ihn macht. Er hingegen zeigt ihr eher mit Gesten, wie sehr er sie schätzt und liebt. Sieh ihn Dir an - er hält ihre Hand, küsst sie liebevoll auf ihre Nase & hält sie ganz fest. Er beschützt sie, damit ihr nichts passiert, sie nicht fällt oder stolpert. Sein Blick und seine Haltung sind voller Liebe und Zuneigung für sie.

Und trotzdem macht es sie in manchen Momenten traurig, so dass sie sich dann für MICH nicht ganz öffnen kann. Deshalb schicke ich ihr immer wieder positive Gedanken und Hinweise. Sie liebt es, ihn zu verwöhnen, und freut sich so sehr darüber, dass es ihm gefällt und er glücklich (darüber) ist. DAS ist das Wichtigste! Geben ist seliger denn nehmen - Du kennst sicher das alte Sprichwort, liebe Erwartung. Und zum Glück kann ich ihn ihrem Blick und ihrer Haltung erkennen, dass ICH für sie wichtiger bin als DU. Und deshalb sind wir beide, liebe Erwartung, in solchen Augenblicken Fremde."

Die Erwartung blickte die Liebe traurig an.

"Ich möchte gerne Dein Freund sein. Du hast so viele positive Eigenschaften, die ich toll finde, und die mir helfen, Dinge viel klarer zu sehen. Ich habe verstanden, dass wir beide nicht aneinander geknüpft sein dürfen. Ich habe meine Berechtigung - so, wie Du auch. Aber nicht, wenn es um Dich geht, das ist mir nun klar."

Die Liebe stand auf und klopfte sich den Sand den Beinen und sagte: "Morgen ist ein neuer Tag und ein guter, um mit schönen Gedanken zu starten - und um zu lieben!", lächelte und umarmte die Erwartung herzlich, „und vielleicht können wir dann morgen Freunde sein.“

Übrigens … ich erwarte nicht, dass ihr das eBook kauft … Aber schön wäre es :-)



Montag, 2. Juli 2018

Noch mee(h)r Sylt!

Jep …

Von Sylt kann man nie genug bekommen :-)


Auch in Büchern nicht! :-)



Weiter geht die Lesereise durch den "vielleicht" frischesten Sylt-Roman!


Weltfrauentag


Goschs Kneipe auf Sylt, 08. März



„Du?“ Ich war erstaunt darüber, dass Steffi mich zu dieser Uhrzeit anrief.

„Ich störe wohl?“ So ganz sicher war ich mir nicht, ob die Worte meiner Freundin ernst oder witzig gemeint waren.

„Natürlich störst du nicht. Ich wundere mich nur darüber, dass du jetzt anrufst. Und dann auch noch von zu Hause und nicht aus dem Geschäft. Oder ist etwas passiert?“ Es war 10:00 Uhr und eigentlich hatte der Frisörsalon bereits seit dreißig Minuten geöffnet.

„Ich habe mir heute freigenommen. Gestern Abend ist mir die Idee gekommen. Die paar Kunden schafft Mel auch alleine. So kann ich schon einige Dinge für unsere Mädelstour besorgen.“

„Stimmt.“ Mehr antwortete ich nicht. Tatsächlich war ich sprachlos. Sprachlos vor Enttäuschung. Für jeden Scheiß konnte sie sich freie Tage genehmigen. Nur für mich hatte sie es in den letzten zwei Jahren nie getan.

„Matz? Bist du noch dran?“

„Ja, bin ich.“ Da mir Schmollen jetzt nicht half und ja auch sowieso keine Lösung war, entschied ich mich dafür, meinen Schlechtelaunehebel wieder umzuschalten. „Ich habe neulich total schöne Fotos vom Hörnumer Leuchtturm gemacht. Von allen Seiten habe ich ihn geknipst und er strahlte im Sonnenlicht irgendwie ganz besonders. Mit den Bildern habe ich bestimmt gute Chancen bei dem Fotowettbewerb.“ Schon vor meiner Fahrt nach Sylt hatte ich Steffi von diesem Wettbewerb erzählt.

„Welcher Wettbewerb? Kannst du nicht mal vernünftige Dinge fotografieren? Vielleicht mal den Kreidefelsen oder dieses alte Gemäuer, das damals von Hitler erbaut wurde und die ganze Küste verschandelt.“

„Ich bin auf Sylt und nicht auf Rügen.“ Tatsächlich fielen mir keine anderen Worte ein. Ich hatte auch keine Lust auf einen blöden Spruch und darauf, einen Witz zu machen, schon gar nicht. Dieses Desinteresse an meinem Leben nervte mich einfach extrem. Es wurde immer schlimmer und manchmal kamen mir tatsächlich Gedanken an eine Trennung in den Kopf.

„Ach ja.“ Steffis Antwort war der Hammer.

„Gibt es noch etwas? Ansonsten schnappe ich mir Anton und gehe mit ihm an den Strand. Er hibbelt hier schon ziemlich herum, wahrscheinlich muss er pischern.“ Ich fand es netter, meinen Hund, der ja eigentlich unser Hund war, als Notlüge zu benutzen. Steffi an den Kopf zu knallen, dass ich einfach keinen Bock auf ein längeres Gespräch hatte, fand ich irgendwie doch gemein. Allerdings amüsierte ich mich auch darüber, dass Steffi nicht auffiel, dass ich Anton nun schon das zweite Mal vorschob, um ein Telefonat zu beenden.

„Ja, geht mal raus. Ich muss sowieso los, da ich noch Strohhüte, lustige Sonnenbrillen und einheitliche T-Shirts besorgen muss. Unsere Strandtage werden bestimmt total cool und wenn ich dann noch an die Abende denke. Hui, da wird die Post abgehen. Dort ist es nicht so langweilig wie bei dir an der Ostsee.“

„Nordsee.“ Den Zusatz, dass sie an lange Strohhalme und Eimer denken sollte, verkniff ich mir. Nach einem „Tschüss und viel Spaß“ legte ich einfach auf.

„Okay, wenn ich dich schon als Ausrede benutzt habe, können wir auch raus. Was meinst du?“ Als wenn mein treuer Gefährte die Worte verstanden hätte, stand er auf und machte sich auf den Weg zur Tür.



Den ganzen Tag über war ich von dem Telefonat mit Steffi genervt. Vom Telefonat? Vielmehr von ihrem Verhalten und davon, dass sie sich für andere Dinge durchaus freinehmen konnte.

Selbst nach der Nachmittagsrunde mit Anton ging es mir nicht besser. Als wir an der Promenade ankamen, erkannte ich, dass wir es bereits 17:00 Uhr hatten, und fand, dass dies genau die richtige Zeit für ein kühles Frustbier war, daher machte ich mich direkt auf den Weg in die Friedrichstraße.

Als ich keine zehn Minuten später die Gosch-Kneipe betrat, glaubte ich, in einem falschen Film zu sein. Brechend voll war es. Zumindest im hinteren Teil, da sich dort eine große Frauenclique befand und ordentlich feierte. Sie hatten merkwürdige Hüte auf und an ihrer Kleidung irgendwelche blinkenden Teile befestigt.

„Was ist denn hier los?“ Fragend sah ich eine der Bedienungen an und bekam zur Antwort, dass die Mädels bereits seit zwei Stunden den Weltfrauentag feierten.

„Na ja, wahrscheinlich feiern sie eher sich selbst. Bekomme ich ein Bier?“ Lachend und mit einem Nicken ging die Bedienung zum Tresen und gab meine Bestellung weiter.

Zum dritten kleinen Bier bekam ich einen Jägermeister dazu und sah den Kellner fragend an.

„Der ist von den Frauen.“ Mit einer Kopfbewegung deutete er zu der ausgelassenen Frauengruppe, die sogleich ihre Gläser hoben und mir zuprosteten.

„Auf den Weltfrauentag.“ Leise sagte ich diese Worte zu mir selbst und ließ den Schnaps anschließend durch meine Kehle laufen. Deutlich konnte ich seinen Weg bis hin zu meinem Magen verfolgen. Warm und brennend hinterließ er seine Spur, die ich mit einem Ganzkörperschütteln quittierte. Selbst Anton schien es bemerkt zu haben, da er mich mit seinen bernsteinfarbenen Augen ansah. Ich mochte ein solches Zeug nicht und trank es daher normalerweise auch nie. Warum ich es heute getan hatte? Wahrscheinlich war es ein Automatismus, da die Mädels ebenfalls tranken.



Von meinem Fensterplatz aus beobachtete ich das Treiben auf der Friedrichstraße. Wonach ich Ausschau hielt? Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, war es trotzdem so, dass ich hoffte, Zoe zu erblicken. Ich wünschte mir ihre Gesellschaft, um endlich das blöde Gespräch mit Steffi zu vergessen. Zumindest wollte ich es verdrängen, und ich ging stark davon aus, dass es mir in Zoes Gegenwart gelingen würde. Auch im Südkap hatte ich mich in ihrer Gesellschaft sehr wohlgefühlt. Zoe schien sich für die gleichen Dinge wie ich zu interessieren, sie hörte zu, wenn ich etwas erzählte, und sie liebte Sylt ebenso, wie ich es tat.